Die Russen kommen: Bedrohung oder Chance
Die Russen kommen: Bedrohung oder Chance?
„Quergefragt“ am 5. März 2008, 20.15 - 21.00 Uhr im SWR Fernsehen In Deutschland sind sie inzwischen Alltag, die jungen reichen Russen, die hier im großen Stil Geschäfte tätigen, Häuser kaufen, Urlaub machen, Einkaufen gehen. Für viele Städte ist ihre Kaufkraft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, Russisch sprechendes Personal ist in vielen Geschäften inzwischen normal. Doch manche halten sie auch für eine Gefahr. Mafiöse Seilschaften sollen schon längst unsere Wirtschaft unterwandert haben, bereit, jederzeit den Hahn zu zudrehen. Dass das beim Öl klappt, hat der russische Konzern „Luke Oil“ erst vor kurzem vorgemacht.
Wird der neue russische Präsident von Putins Gnaden jetzt versuchen, uns gegenüber die Daumenschrauben anzulegen? Oder bleibt alles beim Alten im deutsch-russischen Verhältnis? Immerhin ist zu erwarten, dass Dmitrij Medwedjew seinem Ziehvater ergeben folgen wird, schließlich war er schon auserkoren, noch bevor ein Wähler seine Stimme abgeben konnte. Und natürlich soll er das weiterführen, was der „lupenreine Demokrat“ Wladimir Putin in den Augen vieler Russen so erfolgreich getan hat: Russland wieder als selbstbewusste Großmacht in der Welt etablieren. Was bringt der neue russische Präsident uns Deutschen? Kann Russland für Deutschland zur Gefahr werden? Und: Sind die reichen Russen hierzulande Fluch oder Segen für uns?
Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 5. März live in der Alten Lokhalle in Mainz mit:
Dr. Gabriele Krone-Schmalz, ehemalige ARD-Korrespondentin in Moskau und Autorin des Buches „Was passiert in Russland?“
Klaus Töpfer, Bundesminister a. D., ehemaliger Direktor des Umweltprogramms der UNO und Schirmherr des „Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums“
Jürgen Roth, Publizist („Die Russen-Mafia“ und „Der Deutschland Clan“), Experte für die organisierte Kriminalität in Osteuropa,
Dr. Andreas Schockenhoff, CDU, stellv. Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag und Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-russische Zusammenarbeit,
Renate Effern, Stadtführerin in Baden-Baden, Vorsitzende der Turgenjew-Gesellschaft und Buchautorin („Hurra! Die Russen kommen zurück“).
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




