Deutschland is(s)t zu fett: Macht uns unsere Ernährung krank
Deutschland is(s)t zu fett: Macht uns unsere Ernährung krank?
„Quergefragt“ am 9. Juli 2008, 20.15-21.00 Uhr live im SWR Fernsehen
Zum Ärger der Nahrungsmittelindustrie will die Bundesregierung eine so genannte Ampel einführen, um Lebensmittel zu kennzeichnen: roter Punkt für hohen Zucker- oder Fettgehalt, Grün für wenig gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe. Damit soll erreicht werden, dass sich die Deutschen gesünder ernähren. Doch sind Fett und Zucker wirklich eine so große Gefahr für die Gesundheit? Und schürt die Bundesregierung damit nicht selbst den Schlankheitswahn, den sie auf der anderen Seite kritisiert? Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer stützt sich auf Studien, die belegen, dass bei uns sowohl Erwachsene als auch Kinder immer dicker werden und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes zunehmen. Diesem Trend will die Bundesregierung mit ihrer Ampel-Initiative entgegenwirken. Zu einer gesunden Ernährung gehören aber auch einwandfreie Produkte. Nachdem sich monatelang ein Gammelfleischskandal an den anderen reihte, sind die Verbraucher nun durch Meldungen über verdorbenen Käse aus Italien und Bayern aufgeschreckt.
Kann eine bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln erreichen, dass sich die Deutschen besser ernähren? Stimmt es überhaupt, dass dickere Menschen ungesünder leben? Warum kommt bei uns immer wieder verdorbenes Essen in den Handel?
Über diese und andere Fragen diskutiert Birgit Wentzien am 9. Juli live in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin mit:
Bärbel Höhn, Bündnis 90/Die Grünen, Vize-Chefin der Bundestagsfraktion und ehemalige Verbraucherschutzministerin von Nordrhein-Westfalen
Cornelia Poletto, Sterneköchin aus Hamburg
Udo Pollmer, Ernährungsexperte, Lebensmittelchemiker und Autor des Buches „Lexikon der populären Ernährungsirrtümer“
Susanne Langguth, Direktorin Südzucker AG und Vorstand des „Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V.“ (BLL)
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




