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Deutsche Soldaten im Krieg: was verteidigen wir in Afghanistan

SWR Mi 08.10.08, 20:15 Uhr

Deutsche Soldaten im Krieg: was verteidigen wir in Afghanistan?

28 Bundeswehrsoldaten wurden bisher in Afghanistan getötet – das ist der höchste Verlust an Soldatenleben im Ausland seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Bundeswehr, die Afghanistan Frieden bringen sollte, steht zunehmend selbst unter Beschuss – wie jüngst der Tod eines deutschen Fallschirmjägers zeigte. Erstmals eröffnete auch ein Bundeswehrsoldat das Feuer und tötete eine Frau und zwei Kinder. Während die deutschen Politiker noch immer vom Kampf gegen den Terrorismus sprechen, reden Militär-Experten Klartext: Deutschland befindet sich im Krieg. Das bringt unsere Volksvertreter zunehmend in Erklärungsnot, zumal zwei Drittel der Deutschen den Einsatz in Afghanistan ablehnen. Da wundert es nicht, dass SPD-Kanzlerkandidat und Außenminister Frank-Walter Steinmeier das „Kommando Spezialkräfte“ (KSK) aus dem Terrorkampf im Rahmen der US-Operation „Enduring Freedom“ heraushalten will und die CSU gar eine Ausstiegsstrategie fordert. Wenn diese Woche die Debatte um die Verlängerung des „ISAF-Mandats“ beginnt, im Rahmen dessen das deutsche Kontigent der Internationalen Stabilisierungstruppe von 3500 auf 4500 Soldaten aufgestockt werden soll, dann ist eines klar: Raushalten aus Afghanistan kann sich die Bundeswehr nicht mehr.

Wie gefährlich ist der Afghanistan-Einsatz für unsere Soldaten? „Verheizt“ die Politik die Bundeswehr in einem Kriegsgebiet, wie Kritiker monieren? Welche strategischen Ziele verfolgt die Bundesregierung in Afghanistan?

Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 8. Oktober live in der Alten Lokhalle in Mainz mit:

Wolfgang Bosbach
CDU, Vizechef der Unionsfraktion im Bundestag

Jürgen Trittin
B90/Grüne, Vizechef der Bundestagsfraktion

Prof. Norman Paech
Die Linke, Außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion

Achim Wohlgethan
ehemaliger Afghanistan-Soldat und Autor des Buches "Endstation Kabul

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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