Der Run auf die Millionen: Macht Geld glücklich
Der Run auf die Millionen: Macht Geld glücklich?
„Quergefragt“ am 12. Dezember 2007, 20.15-21.00 Uhr live im SWR Fernsehen
Drei Gewinner teilen sich den letzten Lottojackpot und können sich jeweils über 15 Millionen Euro freuen. Ob das für alle tatsächlich ein Glücksfall ist, wird sich weisen. Mancher Millionengewinner hat schon die Bodenhaftung verloren und stand am Ende mit weniger da als vorher. Trotzdem träumen Millionen Deutsche jede Woche von den geschenkten Millionen. Gleichzeitig gehen Deutschlands Topmanager mit Jahresgehältern nach Hause, die manchen Lottokönig arm aussehen lassen. Verdienen die Wirtschaftsbosse tatsächlich diesen Verdienst? Ist es der pure Neid, der jetzt die sehr deutsche Debatte um die Managergehälter antreibt? Oder ein berechtigter Ärger vieler Kleinverdiener in Zeiten von steigender Steuerlast und sinkenden Realeinkommen? Einen Maximallohn analog zum Mindestlohn wird es bei uns wohl nicht geben. Und der Spruch „Geld allein macht nicht glücklich“ wird auch in Zukunft eher das Motto der Wohlhabenden sein.
Welchen Stellenwert aber hat das Geld in unserer Gesellschaft? Ist es zum Fetisch der Moderne geworden, ohne den Glück nicht vorstellbar ist? Hängt unsere Lebensqualität vor allem von unseren Finanzen ab? Warum neiden die Deutschen anderen den Reichtum? Kann man lernen, auch ohne Geld zufrieden zu sein?
Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 12. Dezember live in der Alten Lokhalle in Mainz mit:
Karin Tietze-Ludwig, Fernsehmoderatorin, ehemalige ARD-„Lottofee“
Prof. Eckhard Freise, Historiker und erster Millionengewinner der Quiz-Sendung „Wer wird Millionär?“
Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft
Prof. Wilhelm Schmid, Philosoph, Glücksforscher und Autor des Buches „Glück. Alles, was Sie darüber wissen müssen, und warum es nicht das Wichtigste im Leben ist“
Michael A. Requardt, Rechtsanwalt und Schuldenberater, Vorsitzender des Bundesverbandes Schuldnerhilfe Deutschland e. V.
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




