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Der Papst in Lourdes: Gibt es Wunderheilung wirklich

SWR Mi 17.09.08, 20:15 Uhr

Der Papst in Lourdes: Gibt es Wunderheilung wirklich?

So wie der Papst reisen jedes Jahr sechs Millionen Pilger ins französische Lourdes. Sie hoffen auf Hilfe durch die Jungfrau Maria, die dort vor 150 Jahren einem Hirtenmädchen erschienen sein soll. Fast 70 Menschen haben dort von der katholischen Kirche anerkannte Wunderheilungen erfahren, darüber hinaus wird von 7000 Heilungen berichtet. Und Lourdes ist nur einer von vielen katholischen Wallfahrtsorten. Doch wundersame Heilungen gibt es nicht nur bei katholischen Gläubigen. Kranke, denen die Schulmedizin nicht helfen kann, wenden sich an Geistheiler, vertrauen sich der Fernheilung und dem Handauflegen an. Und auch hier wird von erfolgreicher Gesundung berichtet. Kann man das alles als Humbug abtun? Oder wirken da tatsächlich übersinnliche Kräfte? Die moderne Medizin kennt den Placebo-Effekt. Funktionieren bei Wunder- oder Geistheilungen ähnliche Mechanismen?

Gibt es Wunder nur für katholische Christen? Hat der Glaube an übersinnliche Phänomene in Krisenzeiten eine höhere Konjunktur? Kann auch jemand geheilt werden, der an Wunder- oder Geistheilung nicht glaubt?

Über diese und andere Fragen diskutiert die „Quergefragt“-Moderatorin Anke Hlauschka am 17. September live in der Alten Lokhalle in Mainz mit:

Hans-Jochen Jaschke, katholischer Weihbischof des Erzbistums Hamburg

Michaela Adam-Horst, Geistheilerin und Leiterin des Zentrums für natürliche Heilmethoden in Lustadt/Pfalz

Prof. Alexander Kekulé, Arzt und Direktor am Universitätsklinikum Halle

Jürgen Becker, TV-Kabarettist und Buchautor („Religion ist, wenn man trotzdem stirbt“)

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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