Das Recht auf Faulheit: Nie mehr arbeiten und trotzdem Geld für alle
Das Recht auf Faulheit: Nie mehr arbeiten und trotzdem Geld für alle
„Quergefragt“ live aus Berlin am 31. Oktober 2007, 20.15-21.00 Uhr im SWR Fernsehen
Die Konjunktur brummt, die Steuereinnahmen sprudeln, und die Politiker haben die Spendier-hosen an. Während quer durch die Parteien mehr Geld für Arbeitslose gefordert wird, gehen einige noch viel weiter und machen sich für ein so genanntes „Grundeinkommen“ stark. Das bedeutet: Der Staat zahlt jedem ein Existenzminimum, gibt Geld ohne Bedingungen. Zwang zur Arbeitssuche, verordnete Fortbildungsmaßnahmen, Ein-Euro-Jobs – all dies wäre Vergangen-heit. Wer nicht arbeiten will, muss nicht, das Grundeinkommen gibt’s trotzdem.
Ein gangbarer Weg, viele arbeitslose Menschen im reichen Deutschland endlich vom Schicksal zu befreien, Almosenempfänger von Sozialhilfe zu sein? Auf das Grundeinkommen hätte jeder einen verbrieften Rechtsanspruch. Oder eine nicht zu finanzierende, heile Welt? Der Weg in eine Gesellschaft ohne Solidarität? Wenn der Staat das Grundeinkommen einmal ausgezahlt hat, soll er sich um nichts und niemanden mehr kümmern müssen ... Die meisten Kritiker befürchten ohnehin, dass so Faulheit belohnt und gefördert wird. Andere glauben, dass erst das Grundeinkommen den Weg in die Ego-Gesellschaft ebnet.
Nie mehr arbeiten und trotzdem Geld für alle?
Soll der Staat allen Bürgern ein „Grundeinkommen“ zahlen?
Wäre es unsozial, Geld zu nehmen, ohne etwas dafür zu tun?
Warum kann sich Deutschland nicht ein paar Faulenzer leisten?
Wird bei uns nur noch der Politiker Erfolg haben, der das meiste Geld verteilt?
Über diese und andere Fragen diskutiert Moderatorin Birgit Wentzien am Mittwoch, 31. Oktober (20.15 Uhr live im SWR Fernsehen) in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin mit:
Dieter Althaus
CDU, Ministerpräsident von Thüringen
Ludwig Stiegler
SPD, Vize-Chef der Bundestagsfraktion
Boris Palmer
Bündnis 90/Die Grünen, Oberbürgermeister von Tübingen
Christoph Keese
Chefredakteur der „Welt am Sonntag“
Ralf Engelke
Hartz 4 Empfänger
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




