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Das große Schmierentheater: Erst kommt die SPD, dann die Moral

SWR Mi 12.03.08, 20:15 Uhr

Das große Schmierentheater: Erst kommt die SPD, dann die Moral?

Die SPD zerlegt sich selbst, und die Republik verfolgt es mit Staunen.Nachdem Parteichef Beck noch vor der Hamburg-Wahl ausgeplaudert hatte, dass die SPD in Hessen nun doch mit der Linkspartei kungeln darf, folgt der politischen Kehrtwende eine Katastrophenmeldung nach der anderen. Eine Landtagsabgeordnete wird unter Druck gesetzt, ihr Mandat abzugeben, dem Parteichef wird die Qualifikation zum Kanzlerkandidaten von einem Genossen öffentlich abgesprochen. Und erst ein Veto aus Berlin stoppt Andrea Ypsilantis dilettantisches Politikmanagement in Frankfurt. Die SPD ist tief zerstritten, ihre Umfragewerte so schlecht wie nie, der Parteichef beschädigt. Gleichzeitig flirtet die CDU mit den Grünen und schafft sich eine neue Machtbasis. Doch auch die FDP will jetzt Koalitionen mit der SPD nicht mehr ausschließen. Alles ist in Bewegung im neuen deutschen Fünf-Parteien-System.

Ist der Weg zur Macht mit Lügen gepflastert? Muss die SPD akzeptieren, dass ihre Zukunft von Lafontaines Linken abhängt? Schwarz-Grün oder Jamaica: Zukunftsmodelle oder Schreckensszenarien?

Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 12. März live aus der Alten Lokhalle in Mainz mit ihren Gästen.

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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