Chaostage in Berlin: Alles wie immer, nur schlimmer
Chaostage in Berlin: Alles wie immer, nur schlimmer?
Schwarz-Rot streitet um die Gesundheitsreform, als ob es nie einen Koalitionsvertrag gegeben hätte. Die Unionsministerpräsidenten düpieren täglich aufs Neue ihre Kanzlerin, die SPD krallt sich ans ausgehandelte Eckpunktepapier, die CSU will einen eigenen Gesetzesentwurf vorlegen, Angela Merkel schließlich die Gesundheit der Reform von Experten durchchecken lassen, die wiederum den Sozialdemokraten nicht passen, weswegen die SPD eigene Experten auffährt. Berlin – Absurdistan, der gemeine Bürger wundert sich.
Bei soviel Streit in der Regierung werden die Oppositionsparteien in diesen Tagen fast überflüssig. Nur die allzeit bereite FDP versteht es, sich in ihrem Sinne konstruktiv einzubringen und schlägt der SPD eine sozialliberale Koalition mit Kurt Beck als Kanzler vor. Doch die amtierende Kanzlerin lässt sich nicht so einfach abservieren. Manche sagen, Angela Merkel eifere ihrem großen Mentor Helmut Kohl nach, ihr gemeinsames Motto: einfach aussitzen. Auch wenn die Kanzlerin damit das Jahrhundertwerk “Gesundheitsreform” platt macht. Welche Pille hilft dieser Regierung wieder auf die Beine? Sollte Schwarz-Rot lieber die Finger von der Gesundheitsreform lassen? Wäre dem Land geholfen, wenn die große Koalition platzt?
Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 27. September live im Staatstheater in Mainz u. a. mit:
Bernhard Kaster, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Rainer Brüderle, FDP, Partei- und Fraktionsvize
Dr. Ursula Engelen-Kefer, SPD-Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung
Hajo Schumacher, Publizist und Buchautor
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




