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Beck und Oettinger: Die Ministerpräsidenten im Duell

SWR Mi 15.03.06, 20:15 Uhr

Beck und Oettinger: Die Ministerpräsidenten im Duell

Premiere bei „Quergefragt“: Zum ersten Mal stellen sich zwei Ministerpräsidenten im Landtagswahlkampf den Fragen von Anke Hlauschka und Christian Döring:

Die zwei Spitzenkandidaten müssen ihr Amt verteidigen. Keine leichte Sache in Zeiten einer Großen Koalition in Berlin, die nicht nur Rückenwind beschert. Hinzu kommt: der Wahlkampf verlangt beiden einen ständigen Perspektivenwechsel ab. So müssen sie sich als Landespolitiker bewusst gegen die jeweils andere Volkspartei positionieren, mit der sie auf Bundesebene aber kooperieren – ein schwieriger Spagat für Kurt Beck, den stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD und Günter Oettinger, Präsidiumsmitglied der CDU.

Vor allem Beck hat es schwer mit den eigenen Genossen in Berlin. Arbeits- und Sozialminister Müntefering schießt immer wieder mit neuen unbequemen Vorstößen quer: Nullrunden für Rentner, stetig sinkende Altersbezüge für kommende Jahrgänge, wiederaufgelegte Programme für Arbeitslose über 50. Aber auch CDU-Mann Günther Oettinger steht unter dem Druck, unpopuläre schwarz-rote Koalitionsbeschlüsse rechtfertigen zu müssen. So werden beide Ministerpräsidenten – gewollt oder nicht – zu Pflichtverteidigern Berliner Politik.

Wofür stehen also die Namen Beck und Oettinger inhaltlich? Was sind sozialdemokratische, was christdemokratische Positionen zu Atomausstieg, Einbürgerungstests und älteren Arbeitslosen, die erst mit 67 Jahren in Rente gehen dürfen? Welche Rezepte haben beide für ein Deutschland zwischen Rentenkürzung und Mindestlohn ?

Über diese und andere Fragen diskutieren Anke Hlauschka und Christian Döring am 15. März aus dem Mainzer Staatstheater mit ihren Gästen.

Kurt Beck
Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und stellv. Bundesvorsitzender SPD

Günther Oettinger
CDU, Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Mitglied im Parteipräsidium

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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