Ausstieg aus dem Leben: Was zählt der Patientenwille
Ausstieg aus dem Leben: Was zählt der Patientenwille?
„Friedlich einschlafen“ – so wünschen sich die meisten Menschen ihren Tod. Im Gegensatz dazu steht die Vorstellung, wochenlang an Schläuchen und Apparaten angeschlossen zu sein und dahinvegetieren zu müssen. Viele Deutsche haben deshalb in einer sogenannten Patientenverfügung festgehalten, dass sie künstliche Maßnahmen zur Lebenserhaltung ablehnen. Doch ob und wann sich ein Arzt daran halten muss, ist strittig. Deshalb soll es in Zukunft ein Gesetz geben, das die rechtliche Verbindlichkeit von Patientenverfügungen regelt. Einen würdigen, selbstbestimmten Tod propagieren auch Schweizer Organisationen wie „Exit“ und bieten Hilfe zum Selbstmord an. Doch dies ist in Deutschland umstritten und kann auch juristisch verfolgt werden. Bei der aktiven Sterbehilfe gibt es europaweit unterschiedliche gesetzliche Handhabungen: Hierzulande ist sie verboten, in den Niederlanden dagegen wird sie legal praktiziert.
Muss sich ein Arzt an die Patientenverfügung halten? Warum haben so viele Menschen Angst, dass ihr Leben gegen ihren Willen künstlich verlängert wird? Kann die Hilfe zum Selbstmord ein Ausweg sein? Und: Soll auch aktive Sterbehilfe künftig erlaubt sein?
Über diese und andere Fragen diskutiert Birgit Wentzien am 27. Juni live in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin u. a. mit:
Dr. Henning Scherf
SPD, ehemaliger Bürgermeister von Bremen und Autor des Buches „Grau ist bunt: Was im Alter möglich ist“
Nicola Bardola
Publizist und Autor des Buches „Der begleitete Freitod: Ein Plädoyer für die Selbstbestimmung über das eigene Leben“
Prof. Dr. Hilmar Burchardi
ehemaliger Leiter der Intensivmedizin der Universität Göttingen
n.n.
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




