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Auftritt Schröder: Brauchen wir wieder einen Basta-Kanzler

SWR Mi 25.10.06, 20:15 Uhr

Auftritt Schröder: Brauchen wir wieder einen Basta-Kanzler?

Gerhard Schröder kommt selbst aus ärmsten Verhältnissen. Und jetzt sollen er und seine Politik der tiefen Einschnitte von „Agenda 2010“ bis „Hartz“ Schuld sein an der Verarmung vieler Deutscher. Mitten in dieser von seiner Partei losgetretenen Debatte über die so genannte neue „Unterschicht“ stellt der Ex-Kanzler seine Memoiren vor. Dabei lässt er an SPD-Linken und Gewerkschaften kein gutes Haar. Sie hätten sein Reformwerk torpediert und seinen Sturz gewollt. Auch Angela Merkel wird von Schröder kritisiert: Führungsschwäche wirft der Basta-Kanzler seiner Nachfolgerin vor. Mit später Genugtuung und einer für einen ehemaligen Regierungschef beispiellosen Offenheit der aktuellen Amtsinhaberin gegenüber kommentiert er die handwerklichen Fehler der Großen Koalition. An ihn dagegen soll man sich als den Reform- und den Friedenskanzler erinnern.

Dass sein schnelles Anheuern bei einer Tochter des russischen Gas-Konzerns Gazprom einen Schatten auf dieses strahlende Bild werfen könnte, will Gerhard Schröder nicht gelten lassen. Hat Schröders Agenda 2010 viele Menschen ins Elend gestürzt?Hat die Merkel-Republik Sehnsucht nach dem starken Gerd?Wie wird der SPD-Kanzler in die Geschichtsbücher eingehen? Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 25. Oktober 2006live im Staatstheater in Mainz u. a. mit:

Jürgen Trittin, Bündnis 90/Die Grünen, Vizechef der Bundestagsfraktion und Minister unter Gerhard Schröder in Hannover und Berlin

Jürgen Leinemann, „Spiegel“-Autor und Schröder-Kenner

Karl Feldmeyer, langjähriger Hauptstadtkorrespondent der FAZ

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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