Arbeitslos und abgehängt: Wo bleibt die soziale Gerechtigkeit
Arbeitslos und abgehängt: Wo bleibt die soziale Gerechtigkeit?
Soziale Gerechtigkeit bedeutet für den CDU-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers mehr Geld für Arbeitslose, die lange in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. Ein Vorschlag, der die SPD empört, denn – so die Kritik – leiden müssten dann die Jungen, die weniger Arbeitslosengeld bekommen sollen. Vor allem aber fürchten die Sozialdemokraten, dass sie die CDU links überholt. Das will nicht nur die SPD, sondern auch der Wirtschaftsflügel der Christdemokraten verhindern. Doch was ist sozial gerecht? Trotz Wirtschaftswachstum und sinkender Arbeitslosenzahlen haben viele Bürger das Gefühl, dass sie zu den Verlierern des Aufschwungs gehören und ihnen die Reformen der Großen Koalition eher schaden als nutzen. Immer mehr zweifeln an einer Gesellschaft, in der Menschen vom Lohn ihrer Arbeit nicht leben können. Und bei denen, denen es noch gut geht, wächst die Angst vor dem eigenen sozialen Abstieg.
Ist unseren Politikern der Sozialstaat nur lästig?
Nehmen sie die Sorgen der Bürger um die Zukunft, ihre Angst vor Arbeitslosigkeit wirklich ernst?
Warum entlassen Firmen trotz hoher Gewinne und allgemeinen Aufschwungs Tausende von Mitarbeitern?
Über diese und andere Fragen diskutiert Birgit Wentzien am 29. November
live in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin mit:
Christian Wulff
CDU, stellvertretender Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Niedersachsen
Dr. Klaus von Dohnanyi
SPD, ehemaliger Bundesminister und Erster Bürgermeister von Hamburg, jetzt stellvertretender Vorsitzender des „Konvents für Deutschland“
Dr. Gregor Gysi
DIE LINKE, Fraktionsvorsitzender im Bundestag
Thomas Selter
Unternehmer und Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Unternehmer (ASU)
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




