zitat

Angst vor Rezession: Muss der Staat der Wirtschaft helfen

SWR Mi 12.11.08, 20:15 Uhr

Angst vor Rezession: Muss der Staat der Wirtschaft helfen?

Die Bundesregierung will mit einem Konjunkturpaket Aufträge in Milliardenhöhe anschieben und damit zeigen, dass der Staat für Risiken bürgt, die keine Versicherung und keine Bank jemals übernehmen würden. Gleichzeitig soll das Hilfsprogramm 1 Million Stellen in der Wirtschaft sichern. Nun hat sich der Autobauer Opel mit einem offenen Brief an Kanzlerin Merkel gewandt und um weitere Hilfen gebeten. Einen Schutzschirm, ähnlich dem für die Banken, fordern die Rüsselsheimer, insgesamt 40 Milliarden Euro. Warum, fragen sich Vertreter von anderen Industriezweigen, soll der Automobilbranche so massiv unter die Arme gegriffen werden und nicht ebenso anderen Produzenten, die unter den Auswirkungen der Wirtschaftsflaute leiden?

Wirtschaftsforscher und Opposition sehen in dem Konjunkturprogramm ohnehin nur einen Tropfen auf den heißen Stein. Die Maßnahmen seien nicht geeignet, um eine Rezession aufzuhalten. Denn für die Bürger stelle sich das Konjunkturpaket als ein Placebo dar: das Angebot, Handwerkerrechnungen stärker als bisher von der Steuer abzusetzen oder beim Neukauf eines PKWs für maximal zwei Jahre keine KFZ-Steuer zu bezahlen, kurbele den Konsum nicht an. Ob in der Tat die Angst vor den Folgen des drohenden Wirtschaftsabschwungs bei den vorsichtigen Deutschen wohl schwerer wiegt?

Wird mit dem 25 Milliarden Euro Hilfsprogramm tatsächlich die Konjunktur angekurbelt? Und kann es die drohende Rezession noch verhindern?
Geldgeschenke für die Wirtschaft: Ist das vor den Bürgern zu rechtfertigen?

Über diese und andere Fragen Birgit Wentzien am 12. November live in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin u.a. mit:

Norbert Röttgen
CDU, Erster Parlamentarischer Geschäftsfürer der Unionsfraktion im Bundestag

Christine Scheel
Bündnis 90/Die Grünen, Vize-Chefin und finanzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion

Albrecht Müller
SPD, Volkswirt und Buchautor (u.a. „Die Reformlüge“ )

Gerhard Handke
Hauptgeschäftsführer Bundesverband Groß- und Außenhandel

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

Sendungsarchiv

« Februar - 2012 »
MoDiMiDoFrSaSo
 0102030405
060709101112
13141516171819
20212223242526
272829