Metropolis - Das Kulturmagazin auf ARTE
Metropolis - Das Kulturmagazin auf ARTE
Interview: Heike Makatsch
„Almost Heaven“ und „Keine Lieder über Liebe“ heißen die beiden Filme, mit denen Heike Makatsch gerade die Kinoleinwand zurückerobert. Es war etwas ruhig geworden um die 34-jährige, die als blonde Sirene in Bucks „Männerpension“ ihren Durchbruch als Schauspielerin schaffte, zuletzt einige Jahre in London lebte, der Liebe wegen, aber auch, um international in das Filmgeschäft einzusteigen. Heike Makatsch startete bei VIVA als Ansagerin. Von 1995 bis 1996 war sie Moderatorin von BRAVO TV. Ihr Image als „Girlie“ verstellte ihr das eine oder andere Rollenangebot, legte sie lange auf eine bestimmte Zielgruppe fest. Mittlerweile stehen ihr ausdrucksstarke Charakterrollen, und das haben auch die deutschen Regisseure entdeckt. Neben ihrer Arbeit im Kino schreibt Heike Makatsch, die einige Semester Politologie und Soziologie in Düsseldorf studiert hat, Kolumnen für die Zeitschrift „Neon“. Und sie hat sich ans Drehbuchschreiben gemacht. Für den Film „Keine Lieder über Liebe“ hat sie zusätzlich aus der Perspektive ihrer Rolle ein Tagebuch verfasst, das bei Kiepenheuer und Witsch als Buch erscheint. METROPOLIS trifft Heike Makatsch in Berlin, wo sie seit einem Jahr lebt, ihr Leben, eine neue Liebe und den Erfolg im Beruf genießt.
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„Keine Lieder über Liebe“, Regie: Lars Kraume mit u.a. Florian Lukas, Jürgen Vogel, Heike Makatsch, Kino-Start Deutschland 27.10.2005
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„Almost Heaven“, Regie: Ed Herzog mit u.a. Heike Makatsch, seit dem 25.08. in deutschen Kinos.
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Buch:
- Heike Makatsch: Keine Lieder über Liebe. Ellens Tagebuch. Kiepenheuer & Witsch (KIWI), September 2005
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CD:
- Hansen Band - Keine Lieder über Liebe, Grand Hotel (Universal), Erscheint am 21. Oktober 2005.
Essay: Stevenson´s Schatzinsel – gab es den Schatz wirklich?
Robert Louis Stevenson behauptete immer, seine berühmte „Schatzinsel“ sei rein fiktiv. Kurz vor der Niederschrift jedoch erlebte der Schotte nachweislich die Ankunft eines Schatzsucherschiffes in San Francisco. Einmal mehr waren Abenteurer ohne den legendären Kirchenschatz von Lima heimgekehrt, den britische Piraten auf der Kokos-Insel vor Costa Rica versteckt haben sollen. Kokos-Insel nannte sich Jahrhunderte lang aber auch eine andere Insel: ein Eiland vor Samoa, dem gegenüber Stevenson sein letztes Domizil aufschlug. Ob dies purer Zufall war - dieser Frage folgt jetzt der Schweizer Erzähler Alex Capus in seinem Buch „Reisen im Licht der Sterne“: Warum hat der schwer lungenkranke Stevenson über Jahre das mörderische Klima ertragen, das ihn schließlich auf Samoa ins Grab brachte? Warum wählte er mitten im friedlichen Südpazifik eine Insel, um die Deutsche und Amerikaner gerade stritten und dafür zahlreiche Schiffe und Matrosen opferten? Und wie konnte sich der abgebrannte Stevenson plötzlich eine Luxusvilla leisten, deren prachtvolle Ausstattung noch heute beeindruckt? Mit verblüffenden Indizien verleiht Capus Stevensons Schatzinsel den Zauber des Realen und verknüpft dabei kriminalistische und literarische Spurensuche zu einem detektivischen Meisterwerk.
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- Alex Capus: Reisen im Licht der Sterne, Knaus Verlag, August 2005, ISBN: 3813502511
Metropolenreport
Der Metropolenreport berichtet über Events der Kulturszene: Mit der „Fraktale IV“ kommt der Sensenmann in den Palast der Republik. 25 zeitgenössische Künstler setzen sich in Installationen, Videokunst und Malerei mit dem Tod auseinander und hauchen dem maroden Stahlskelett in der Mitte Berlins ein letztes Mal vor dem Abriss künstlerisches Leben ein. Das dänische Kino glänzt. Der Film „Dear Wendy“ des gefeierten Regisseurs Thomas Vinterberg („Das Fest“) verbindet die Idee des Pazifismus, die Liebe zu Schusswaffen und die Verführbarkeit der Jugend zu einer explosiven Mischung – das Kinohighlight des Monats. Und: Die 30-jährige Sängerin Keren Ann hat eines der zauberhaftesten Alben dieses Herbstes komponiert. „Nolita“ heißt es. In ihm trifft französischer Neo-Chanson auf neurotischen Großstadtblues. In Frankreich gilt die Wahl-New Yorkerin Keren Ann als eines der großen Talente des neuen französischen Chanson. Jetzt erobert sie auch die deutschen Konzertbühnen.
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„Dear Wendy“, Regie Thomas Vinterberg, Drehbuch Lars von Trier, mit u.a. Jamie Bell, Bill Pullmann, Kino-Start Deutschland 06.10.2005
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Ausstellung:
„Fraktale IV“, 17.09. - 22.10.2005, täglich 10-20 Uhr im Palast der Republik
Schlossplatz, Berlin-Mitte
Sonderöffnungszeiten 29.09.-03.10.2005, täglich 10-24 Uhr
Finissage 22. Oktober 2005, 19 Uhr
Offizielle Homepage:
www.fraktale-berlin.de
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CD:
- Keren Ann – Nolita, EMI (September 2005)
Offizielle Homepage: www.kerenann.com
Porträt: Bernadette La Hengst – Subversiv ist besser
Drei Jahre nach ihrem Solodebüt „Der beste Augenblick in deinem Leben“ veröffentlicht Bernadette la Hengst Mitte September ihr neues Album. Der Titel: „La Beat“. Klar, wütend, sentimental, gebrochen, durchgedreht und humorvoll predigt sie Subversivität. Und besticht dabei mit einer Nuance, die dem deutschen Pop abhanden gekommen ist – Glamour. Nebenbei arbeitet Bernadette La Hengst als Chefin der Hamburger „BH Booking Agentur“, mit der sie ein Netzwerk für weibliche Musikerinnen etablieren will, schreibt Kurzgeschichten und ist Mitglied des „Schwabinggrad Ballett“, einem Kollektiv politischer Aktivisten, zu dessen „Kerngeschäft dadaistischer Agitprop“ gehört. Am 19. September erschien das neue Album von Bernadette La Hengst bei Trikont. Noch bis zum 20. November ist die vielseitige Frau dann mit der neuen Platte auf Tour.
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Mehr über Bernadette la Hengst: www.lahengst.com
Schwerpunkt: Mit dem Radio gegen den Krieg - Radio Mega FM
Der Dokumentarfilm „Lost Children“ von Ali Samadi Ahadi und Oliver Stoltz lenkte in diesem Jahr bei der Berlinale die Aufmerksamkeit auf das Schicksal von Kindersoldaten in Uganda und einen fast vergessenen Konflikt, den längsten Krieg Afrikas. Am 3. November nun startet der Film in den deutschen Kinos. Metropolis nimmt die Dokumentation zum Anlass, einen genaueren Blick auf das afrikanische Land zu werfen. In Uganda kämpft seit fast 20 Jahren eine Rebellenarmee gegen das Regime des Präsidenten Yoweri Museveni. Sie hat über 20.000 Kinder entführt, um sie als Soldaten zu missbrauchen. Mehr als 100.000 Menschen starben bis heute, und das Sterben geht weiter, von der restlichen Welt nahezu unbemerkt. Das Radio ist im Land das wichtigste Medium. Radiosendungen verbreiten Nachrichten auch in den Regionen, wo die rebellische Guerilla, die „Lord Resistance Army“, herrscht. Der beliebteste Sender im Land ist Radio Mega FM. Dessen bekannteste Sendung heißt „Dwogpaco!“, übersetzt: „ Komm nach Hause!“ Sie wird von John Lacambel moderiert wird. Er fordert die Kämpfer der Rebellenarmee LRA auf, aus dem Busch in ihre Dörfer zurückzukehren, denn die Regierung erließ ein Amnestiegesetz, das selbst Mördern ermöglicht, wieder ein Teil der Gemeinschaft zu werden. Heimkehrer kommen dann in die Sendung, um sich an ihre ehemaligen Mitkämpfer zu wenden und sie zur Niederlegung der Waffen aufzurufen. Sie bitten öffentlich um Verzeihung für das, was sie den Menschen in Uganda angetan haben. Diese Live-Sendungen sind unglaublich traurig und hoffnungsvoll zugleich, da sie sehr viel Leid, aber auch die Hoffnung der Bevölkerung auf Frieden widerspiegeln. METROPOLIS hat Radio Mega FM besucht und spricht mit John Lacambel, der in Uganda einen legendären Ruf besitzt. Der Journalist lebt dabei sehr gefährlich, denn er ist durch seine Arbeit zu einem der Hauptfeinde der LRA geworden.
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„Lost Children“, Regie Oliver Stoltz und Ali Samadi Ahadi, Kino-Start Deutschland 06.11.2005
Offizielle Homepage
http://www.lost-children.de/
Reportage: Nosferatu - 15 Jahre RambaZamba
Seit fünfzehn Jahren spielen die Ensemblemitglieder von RambaZamba mit ihren eigenen Handicaps: ihren körperlichen und geistigen Behinderungen. Für die Betreffenden ist das ein Weg, ihre Gefühle auszudrücken, und das tun sie mit einer einzigartigen und unverwechselbaren Spielfreude. Jetzt arbeiten sie an einer neuen Produktion. Auf den Spuren Nosferatus entsteht ein assoziatives Theaterspiel, das sich den Metaphern des Vampirismus widmet, etwa dem Aussaugen! Murnaus Film ‚Nosferatu' liefert dabei nicht nur eine Vorlage, sondern wird integriert in das Spiel der 25 Darsteller. Metropolis begleitet den Probenprozess und ergründet, was diese Theaterarbeit für die Ensemblemitglieder bedeutet. Am 8.10. hat „Nosferatu“ in der Berliner Volksbühne Premiere im Rahmen des Theaterfestivals „No Limits“.
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Metropolis
Informationen zur Sendereihe
Das deutsch-französische Kulturmagazin METROPOLIS auf Arte stellt jeweils sonnabends um 23.30 Uhr und sonntag um 17.50 Uhr Ereignisse, Persönlichkeiten und Hintergründe der europäischen Kulturszene vor.
Macroscope Film produziert im Auftrag des ZDF dafür acht Magazinfolgen und steuert darüber hinaus auch einige monothematische Sendungen bei. Im Jahr 2001 wurden zum Beispiel drei thematische Schwerpunkte aufbereitet: "Stadtwelten", "Garten-Kunst" und "Kinder".
Die einstündige Sendung hat in den letzten Jahren durch ihren ausgewogenen Mix von internationalen Reportagen, Porträts, Essays und Kommentaren einen hohen Aufmerksamkeitswert innerhalb der europäischen Kulturszene und Fernsehlandschaft erreicht.




