Metropolis - Das Kulturmagazin auf ARTE
Metropolis - Das Kulturmagazin auf ARTE
Unter anderem mit folgenden Themen:
(1) Stefanie Schneider meets Cyndie Lauper
Autorin: Caroline Haertel
Stefanie Schneiders Fotografien sind auf faszinierende Weise mysteriös. Ihre Motive erinnern an Szenen von David Lynch. Surreal entrückt und verstörend real im selben Moment. Die Fotografin arbeitet mit der Polaroid Kamera und verwendet dafür ausschließlich abgelaufenes Material. Ihre Blow Ups sind das Ergebnis unvorhersehbarer chemischer Prozesse, die die aufregende Dramatik und Ästhetik ihrer Bilder erzeugen. Farbverschiebungen, Flecken, Unschärfen und unerwartete Überstrahlungen legen sich wie eine zweite Realität über ihre „Polaroid Movies“. Cyndi Lauper ist neben Madonna, Cher, Lauryn Hill eine der wenigen Solosängerinnen, die es trotz ihrer Eigenheiten geschafft hat, jahrelang an der Spitze zu bleiben. Noch immer werden ihre alten Superhits „Time after Time“, „She bop“, „Girls just wanna have fun“ weltweit gespielt. Nach ihrer sehr erfolgreichen Tour 2007 zog sich Cyndi Lauper ins Studio zurück und arbeite zum ersten Mal mit europäischen House und Elektro Künstlern wie Digital Dog, Basement Jaxx, The Scumfrog, Dragonette und Telepopmusik zusammen, um etwas Neues zu versuchen. Im Frühsommer wird ihr neues Album erscheinen. Nachdem sie das von Stefanie Schneider fotografierte Plattencover einer Red Hot Chilli Peppers Single gesehen hatte, bat sie die Künstlerin, alles für ihre neue Platte und die Werbekampagne zu fotografieren. Zwei Popstars aus unterschiedlichen Branchen, Fotografie und Musik, zwei Frauen unterschiedlicher Generationen treffen aufeinander: Stefanie Schneider und Cyndie Lauper beim Shooting. Metropolis ist exklusiv dabei.
(2) Coole Pornos – junge Frauen polieren das Schmuddelthema auf
Autorin: Cornelia Cornelsen
„Erotikheft klingt so nach 80er, also nennen wir es Porno.“ Nicole Rüdiger (29) und Elke Kuhlen (30) haben ein Faible für nackte Jungs. Keine Muskel-Machos, sondern normale Slacker-Typen mit hängenden Schultern und untrainiertem Bauch. Weil es Magazine, die solche Kerle zeigen, bisher nicht gab, gründeten sie kurzerhand ihr eigenes: Das JUNGSHEFT. Nach einem zögerlichen Start erfreut sich das Heft wachsender Begeisterung. Die Auflagenzahlen steigen und prominente Gastautorinnen wie Charlotte Roche und Jessica Schwarz plaudern im Heft ungezwungen über Sex. Als Models stellen sich kostenlos Männer wie der Spex-Journalist und DJ Tobias Thomas zur Verfügung. Im Januar 2008 wurden das JUNGSHEFT sogar für einen hoch dotierten Medienpreis nominiert. Bei der Verleihung des Goldenen Prometheus fanden sich die Kölner Pornomacherinnen plötzlich neben etablierte Journalisten wie Claus Kleber, Anne Will und Ulf Poschardt wieder. Wird das JUNGSHEFT etwa gesellschaftsfähig? Es scheint ein verändertes Interesse an dem Thema „Untenrum“ zu geben. Auch die Autorin und Moderatorin Charlotte Roche befasst sich in ihrem gerade erschienen Buch „Feuchtgebiete“ detailliert mit dieser Region. „Weg mit den antiseptischen Frauenkörpern, hin zu mehr Haaren, Worten und Schweinereien“, lautet ihre Forderung. Ein Wunsch, den scheinbar auch viele Männer hegen. Nach etlichen Leserbriefen entschlossen sich Nicole Rüdiger und Elke Kuhlen auch Magazin für Jungs herauszugeben. In der im Mai erscheinenden zweiten Ausgabe des„GIDDYHEFT“ posieren selbstbewusste Indie-Mädchen wie Jelena, ehemalige MTV-Moderatorin und Mutter einer kleinen Tochter. Nicht perfekt ausgeleuchtet, sondern in (auf-) reizender Natürlichkeit. Niemals würde sie sich für den Playboy ausziehen, stattdessen zeigt sie sich lieber in einem Pornoheft der anderen Art. Metropolis stellt das Projekt vor und spricht mit „Untenrum-Arbeitern“ wie Charlotte Roche über die Neuerfindung des Porno.
(3) Exorzisten in Litauen
Autor: Oliver Becker
In Litauen hat die katholische Kirche einen Kampf gegen die Ausbreitung okkulter Praktiken aufgenommen. Woche für Woche wandten sich Gemeindemitglieder der nordöstlichen Provinz Siauliai Hilfe suchend an Priester, da sie von "bösen Geistern" besessen seien und verfolgt würden. Die litauischen Bischöfe reagierten nun auf diese Hilferufe der Gläubigen mit der Gründung eines Komitees von sechs Exorzisten, das diese Besessenheitsphänomene intensiv untersucht und sich die Bekämpfung "böser Geister" zur Aufgabe gemacht hat. Wie ein Menetekel der Vormoderne wirken diese Anstrengungen. Aber nicht nur die Kirche, auch zwielichtige Institutionen, die sich "Akademie", "Institut", "Studienzentrum" oder gar "Universität" nennen, tauchen reihenweise in Litauen auf und gaukeln in Not geratenen Menschen schnelle Lösungen für ihre Probleme vor. Aus dem ideologischen Vakuum der postkommunistischen Welt bahnt sich der Aberglaube einen neuen Weg. Metropolis wirft einen Blick in einen Winkel Europas, in dem "Besessenheit" und "böse Geister" wieder Teil einer als bedrohlich empfundenen Alltagsrealität sind.
(4) Exklusiv-Interview:
Anne-Sophie Mutter - Dies ist keine Geige
Autor: Viktor Stauder
Am 24. April erhält Anne-Sophie Mutter den internationalen Ernst von Siemens-Musikpreis – auch weil sie sich intensiv mit der zeitgenössischen Musik auseinandersetzt. Renommierte Komponisten wie Dutilleux, Penderecki, Previn, Rihm haben Werke speziell für sie verfasst. Unbestritten hat Anne-Sophie Mutter eine der größten Erfolgsgeschichten unter den Interpreten der Gegenwart geschrieben. „Ein Leben ohne Musik ist ein Leben im Irrtum,“ sagt Anne-Sophie Mutter. Was bewegt eine Künstlerin auf dieser Höhe, wenn sie ihre Kunst ausübt, wenn sie die Geige in die Hand nimmt und spielt? Öffnen sich dann immer andere Welten neu? Ist die Geige dann noch Geige, einfach das „Instrument“? Oder wird sie zur Freundin, Geliebten, zum Feind? Metropolis trifft Anne-Sophie Mutter zu einem exklusiven Gespräch.
Metropolis
Informationen zur Sendereihe
Das deutsch-französische Kulturmagazin METROPOLIS auf Arte stellt jeweils sonnabends um 23.30 Uhr und sonntag um 17.50 Uhr Ereignisse, Persönlichkeiten und Hintergründe der europäischen Kulturszene vor.
Macroscope Film produziert im Auftrag des ZDF dafür acht Magazinfolgen und steuert darüber hinaus auch einige monothematische Sendungen bei. Im Jahr 2001 wurden zum Beispiel drei thematische Schwerpunkte aufbereitet: "Stadtwelten", "Garten-Kunst" und "Kinder".
Die einstündige Sendung hat in den letzten Jahren durch ihren ausgewogenen Mix von internationalen Reportagen, Porträts, Essays und Kommentaren einen hohen Aufmerksamkeitswert innerhalb der europäischen Kulturszene und Fernsehlandschaft erreicht.




