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Metropolis - Das Kulturmagazin auf ARTE

ARTE Sa 19.02.05, 23:50 Uhr

Metropolis - Das Kulturmagazin auf ARTE

Christo und “The Gates”
Autor: Stephan Müller
Seit 25 Jahren arbeitet der berühmte Dokumentarfilmer Albert Maysles, der unter anderem Portraits der Beatles und der Stones anfertigte, eng mit Christo und Jeanne Claude zusammen. “The Gates“ heißt nun das neue Projekt des Künstlerpaares, das am 12. Februar im Central Park von New York eröffnet wird. 7500 Tore werden, markiert von wehenden Bahnen safranfarbenen Stoffes, für 16 Tage einen farbigen Weg beschreiben. Metropolis begleitet den Filmemacher bei der Arbeit an seinem Film über „The Gates“ und präsentiert das Werk Christos aus Maysles ganz persönlicher Perspektive.


Berlinale
Autoren: Sibylle Dahrendorf, Eva Steidl
Die 55. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 10.2. bis zum 20.2. 2005 statt. Neben Cannes und Venedig gehört das Festival in Berlin zu den wichtigsten Events der Filmwelt. In den unterschiedlichen Sektionen präsentieren sich die verschiedensten Filmgenres und -kulturen. METROPOLIS wird nicht nur auf den roten Teppich für die Stars der großen Wettbewerbsbeiträge scharf stellen, sondern auch die Seitenzweige des Festivals wie das Forum oder das Kinderfilmfest besuchen.
Insbesondere aber stellt METROPOLIS Filme vor, die Lebensbedingungen im Kontext von Krieg, Gewalt und Rassismus thematisieren und zeigen, dass die junge Generation nach einer Aufarbeitung sucht.


Portrait: Julia Jentsch
Autor: Frank Eggers
Vor einem Jahr kannte sie kaum jemand. Nun ist sie ein gefeierter Star: Julia Jentsch. Mit gleich zwei Filmstarts knüpft die Schauspielerin an ihren bislang größten Erfolg in Hans Weingartners “Die fetten Jahre sind vorbei“ an, der im letzten Jahr in Cannes gefeiert wurde. Nun folgen Hans W. Geißendörfers “Schneeland“, der beim Filmfestival von Sundance Furore machte, und - als ein deutscher Wettbewerbsbeitrag zur Berlinale - der biographische Film “Sophie Scholl – Die letzten Tage“. Julia Jentsch spielt die Widerstandskämpferin, die von den Nazis hingerichtet wurde - intensiv, ergreifend. Eine Herausforderung auch für eine Frau, die bereits große Bühnenrollen wie Antigone, Elektra, Desdemona oder Brunhilde gespielt hat. Seit 2001 ist die ehemalige Ernst-Busch-Schülerin Ensemblemitglied der Münchener Kammerspiele. Schon 2002 erhielt die jetzt 26-jährige von der Theaterzeitschrift „Theater heute“ den Preis als beste Nachwuchsschauspielerin. Gerade stehen Proben für das Stück „Die zehn Gebote“ an, nach Geschichten und Filmen von Krzysztof Kieslowski und Krzysztof Piesiewicz. Trotz ihres Erfolgs auf der Leinwand will Julia Jentsch dem Theater treu bleiben. Metropolis besucht die Schauspielerin bei der Bühnenarbeit in München und begleitet sie über den roten Teppich in Berlin.


Köln und seine Künstler
Autor: Theo Roos
Polke, Richter, Trockel! Große Künstler sind mit Köln eng verbunden, und die Politiker in Köln stellen in ihren Reden ständig die Stadt als die deutsche Kunststadt schlechthin dar. Aber ihre politischen Entscheidungen untergraben dieses Image. Kunst ist ihnen zur Präsentation von Köln sehr wichtig, soll aber die Stadt nichts kosten. Jüngstes Beispiel: der Plan, eine über Jahre gewachsene und sehr lebendige Künstlerkolonie und Ateliergemeinschaft („CAP“ mit 60 Künstlern) in Köln Nippes aufzulösen, um neuen Wohnraum zu schaffen. Die alten Industriehallen sollen mit den Künstlern gewinnbringenden Apartments weichen. Den Kölner Politikern, noch vor kurzem das Siegel „Kulturhauptstadt“ im Blick, scheint nach dem Scheitern ihrer Bewerbung jetzt nur noch das liebe Geld zu interessieren. Mit Kunst lässt sich gut Reden halten, aber für ihre Basis, die Künstler, sorgt man nicht genug. Einige der jüngeren Künstler haben Köln bereits Richtung Berlin verlassen, wo noch genügend bezahlbarer Atelierraum zur Verfügung steht. Metropolis gibt Einblicke in die Ateliergemeinschaft „CAP“, zeigt die wunderschöne Industriearchitektur der alten Clouthwerke und diskutiert mit verantwortlichen Politikern und den Künstlern das immer wieder neu sich stellende Thema: Kunst oder Knete.


Kunst zwischen Boudoir und Bordell
Autor: Michael Stefanowski
Cèzanne, Degas, Toulouse-Lautrec, Picasso: eine große Schau der Tübinger Kunsthalle zeigt, wie vier Maler gegen die Konventionen ihrer Zeit rebellierten – sowohl im Stil als auch im Sujet. Am Ende des vorletzten Jahrhunderts war Paris das Eldorado für Künstler und Prostituierte, die ihre Freier –je nach Geldbeutel– in zahlreichen Bordellen oder Boudoirs bedienten. Doch in den Salons, den alljährlichen offiziellen Ausstellungen, wurde ein blutleerer Akademismus gepflegt: mythologisch verklärte Nackte, aseptische Schönheiten, idealer Wandschmuck für den diskreten Charme der Bourgeoisie. Ein Skandal dagegen die Bilder, die das Milieu der Freudenhäuser unmittelbar wiedergaben. Die jungen Bohemiens fühlten sich –mit den Huren- als Außenseiter der Gesellschaft. Was und wie sie malten galt damals als geschmacklos und roh, war aber wahrhaftig Kunst ... und der Beginn der Moderne.


Das Piano-Duo Tal & Groethuysen
Autor: Carsten Binsack
Zwillinge oder Geschwisterpaare verfügen über das organischste Zusammenspiel in der Musik, heißt es. Doch das israelisch-deutsche Klavierduo Yaara Tal und Andreas Groethuysen scheint diese Regel zu brechen. Seit 19 Jahren spielen die beiden zusammen an einem oder zwei Klavieren und zählen heute zu den weltweit führenden Klavierduos. Tal & Groethuysen – das ist mehr als Standartrepertoire: Aus dem Schattenreich der Archive fördern sie Raritäten, wie bisher unbekannte Kompositionen von Max Reger oder Johannes Brahms. Ihre Konzerte führen sie nach Berlin, London, New York, Tokyo oder Prag und ihre CD-Produktionen sind meist prämiert. So wurde die Einspielung der kompletten Klaviermusik zu vier Händen von Franz Schubert mit dem „Echo“-Schallplattenpreis und dem „Cannes Classical Award“ ausgezeichnet. Jetzt haben die Mozarts vierhändige Literatur komplett eingespielt.

Die CD „Wolfgang Amadeus Mozart; Werke für 2 Pianisten“ ist soeben bei Sony erschienen.

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Metropolis


Informationen zur Sendereihe

Das deutsch-französische Kulturmagazin METROPOLIS auf Arte stellt jeweils sonnabends um 23.30 Uhr und sonntag um 17.50 Uhr Ereignisse, Persönlichkeiten und Hintergründe der europäischen Kulturszene vor.

Macroscope Film produziert im Auftrag des ZDF dafür acht Magazinfolgen und steuert darüber hinaus auch einige monothematische Sendungen bei. Im Jahr 2001 wurden zum Beispiel drei thematische Schwerpunkte aufbereitet: "Stadtwelten", "Garten-Kunst" und "Kinder".

Die einstündige Sendung hat in den letzten Jahren durch ihren ausgewogenen Mix von internationalen Reportagen, Porträts, Essays und Kommentaren einen hohen Aufmerksamkeitswert innerhalb der europäischen Kulturszene und Fernsehlandschaft erreicht.

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