Rostropowitsch und die Cellisten von Morgen
Rostropowitsch und die Cellisten von Morgen
Ein Film von Michael Beyer
Mstislav Rostropovitch ist der größte lebende Cellist. Zusammen mit Pablo Casals kann er es sich anrechnen lassen, das Cello als Soloinstrument etabliert zu haben. Dabei war er nie „nur“ Cellist. Er hat komponiert und die großen Orchester der Welt geleitet. Im Kalten Krieg war er eine politische Figur und schließlich ist er ein überschwänglicher, charismatischer Charakter.
Alle vier Jahre findet „sein“ Wettbewerb in Paris statt. Der „Concours de Violoncelle Rostropovitch“ ist der wichtigste internationale Wettbewerb für junge Cellisten. Alle Preisträger der letzten Jahre haben danach eine internationale Karriere begonnen. Was den Wettbewerb so besonders macht, ist aber nicht nur die große Konkurrenz so vielversprechender Talente, sondern die Anwesenheit und Schirmherrschaft von Mstislav Rostropovitch selbst.
Der Film „Cellisten von Morgen“ für den Sendeplatz Maestro auf ARTE begleitet und dokumentiert den „Concours Rostropovitch“ vom November 2005. Die Teilnehmer: knapp 80 junge Cellisten aus 24 Nationen, die sich bereits im Sommer auf Auditions in Tokyo, Washington, Moskau und Paris qualifiziert haben. Die Jury: international renommierte Cello-Virtuosen unter dem Vorsitz des Namengebers.
Mstislav Rostropovitch selbst erläutert die Idee und die Ziele seines Wettbewerbs. Er ist die zentrale Figur des Films. Wir sehen ihn beim Begrüßen der Studenten, in der Diskussion mit der Jury, bei der Bekanntgabe der Gewinner, beim Zuhören und Notizen machen. Wie für den Sendeplatz Maestro üblich, stehen die jungen Cellisten und ihre Musik dabei immer im Mittelpunkt des Filmes. Darüber hinaus zeigt „Cellisten von Morgen“ typische Situation, Ereignisse und Rituale des Wettbewerbs und stellt insbesondere die Wettbewerbssiegerin Marie-Elisabeth Hecker, den zweiten Preisträger Julian Steckel und den Hoffnungspreisträger Alan Toda-Ambaras in eigenen musikalischen Sequenzen vor.
Erstausstrahlung:
05.03.2006, 19:00, ARTE
Wiederholung:
11.03.2006, 08:00, ARTE
Musik
Eine besondere Stärke der AVE liegt in der klassischen Musikproduktion. Die Bandbreite unserer Produktionen reicht von der großen Klassikgala für ein Millionenpublikum über klassische Konzertaufzeich-
nungen bis hin zu sensiblen und dichten Künstler-
portraits. Immer wieder stellen wir uns der Herausforderung, die Faszination der Musik und unsere hohe Achtung vor großen Künstlerpersönlichkeiten mit einer zeitgemäßen Umsetzung den Zuschauern nahe zu bringen. Eine hohe Affinität verbindet die AVE mit der jungen Künstlergeneration, die gerade in den letzten Jahren mit großem Erfolg die internationalen Podien für sich erobert hat.
In den letzten Jahren produzierte die AVE insbesondere hochwertige Dokumentationsreihen über „Junge Interpreten“ (u. a. mit der Geigerin Lisa Batiashvili, dem Schlagzeuger Martin Grubinger oder der Tänzerin Katja Wünsche), über die Artists in Residence bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpom-
mern (u. a. mit der Geigerin Julia Fischer, dem Cellisten Daniel Müller-Schott oder der Geigerin Viviane Hagner), über große Meister wie Gidon Kremer oder Mstislaw Rostropowitsch in der Interaktion mit jungen Musikern oder die Dokumentationsreihe „Abenteuer Klassik“ für ein junges Publikum mit dem Bundes-
jugendorchester. Dazu kommen Einzeldokumenta-
tionen (z. B. „Stark besaitet – Eine Liebeserklärung an die neuen Geigerinnen“), einzelne Konzertaufzeich-
nungen, wie „Monteverdi mit Rolando Villazón aus der Kathedrale von St. Denis“ sowie Klassikgala-Events, wie „Klassisch! Stars zu Gast bei Senta Berger“ oder „Stars von Morgen“.






