Meister von Morgen - Teil 1
Herbert Feuerstein präsentiert junge Musiker aus aller Welt auf dem Schloss Augustusburg in Brühl.
Regie: Henning Kasten
Wer kennt Sie nicht, die üblichen Fragen an junge Musiker: „wie lange übst Du“ oder „wie bist Du zur Musik gekommen“? Ihnen verdankt die Klassik ihren steifen Ruf.
Unaufdringlich, humorvoll und einfühlsam präsentiert dagegen Herbert Feuerstein in zwei Sendungen à 45 Minuten junge Musiker aus aller Welt. Sie kommen aus Israel, Ägypten, Russland, Korea, der Schweiz und Köln und haben eines gemeinsam: sie stehen am Beginn einer verheißungsvollen Karriere. Sie sind durch eine CD oder mit ersten Auftritten bei Festivals, in Opernhäusern und Konzertsälen bereits aufgefallen und sind Gewinner zahlreicher internationaler Wettbewerbe.
Die beiden Folgen der „Meister von Morgen“ wurden vor und in der beeindruckenden Kulisse des UNESCO-Weltkulturerbes Schloss Augustusburg in Brühl aufgezeichnet. Im Wechsel von Konzertmitschnitten und in Gesprächen mit Herbert Feuerstein lernen wir die jungen Musiker näher kennen. Die Atmosphäre einer Sommerakademie überträgt sich auf die Gespräche in denen es um Freundschaften, Träume und „Liebesleid“, um Heimweh und das Leben auf Reisen, um Sport und nicht zuletzt immer wieder um Musik geht. Herbert Feuerstein bringt mit einem Augenzwinkern dem Zuschauer die Hoffnungen und Wünsche der Musiker nahe und vermittelt originelle Persönlichkeitsbilder, die dem entsprechen, was junge Menschen heute bewegt.
Die jungen Meister
Das gefeierte Geigenwunderkind Erik Schumann wurde 1982 in Köln geboren. Seit zwölf Jahren ist er auf den internationalen Konzertpodien zuhause und hat viele renommierte Preise gewonnen. Viel wichtiger ist aber, dass er sich mit seiner Guaneri zu einem musikalisch eigenständigen Interpreten entwickelt hat.
Der 1980 in Kuwait geborene Kontrabassist Nabil Shehata ist bereits Solobassist der Berliner Philharmoniker. Nachdem er schon mit so großen Musiker wie Daniel Barenboim solistisch aufgetreten ist, will er einen Satz nicht mehr hören: „Kontrabass? Gibt es dafür Sololiteratur?“
Die 25 Jahre alte israelische Sopranistin Anna Virovlansky ist gerade nach Deutschland gezogen, um ihr erstes festes Engagement an der Oper Bonn zu beginnen. Sie ist Preisträgerin des Gesangswettbewerbs „Neue Stimmen“ und zeigt als studierte Philosophin, dass Sänger mehr können, als man ihnen allgemein zutraut.
Musik
Eine besondere Stärke der AVE liegt in der klassischen Musikproduktion. Die Bandbreite unserer Produktionen reicht von der großen Klassikgala für ein Millionenpublikum über klassische Konzertaufzeich-
nungen bis hin zu sensiblen und dichten Künstler-
portraits. Immer wieder stellen wir uns der Herausforderung, die Faszination der Musik und unsere hohe Achtung vor großen Künstlerpersönlichkeiten mit einer zeitgemäßen Umsetzung den Zuschauern nahe zu bringen. Eine hohe Affinität verbindet die AVE mit der jungen Künstlergeneration, die gerade in den letzten Jahren mit großem Erfolg die internationalen Podien für sich erobert hat.
In den letzten Jahren produzierte die AVE insbesondere hochwertige Dokumentationsreihen über „Junge Interpreten“ (u. a. mit der Geigerin Lisa Batiashvili, dem Schlagzeuger Martin Grubinger oder der Tänzerin Katja Wünsche), über die Artists in Residence bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpom-
mern (u. a. mit der Geigerin Julia Fischer, dem Cellisten Daniel Müller-Schott oder der Geigerin Viviane Hagner), über große Meister wie Gidon Kremer oder Mstislaw Rostropowitsch in der Interaktion mit jungen Musikern oder die Dokumentationsreihe „Abenteuer Klassik“ für ein junges Publikum mit dem Bundes-
jugendorchester. Dazu kommen Einzeldokumenta-
tionen (z. B. „Stark besaitet – Eine Liebeserklärung an die neuen Geigerinnen“), einzelne Konzertaufzeich-
nungen, wie „Monteverdi mit Rolando Villazón aus der Kathedrale von St. Denis“ sowie Klassikgala-Events, wie „Klassisch! Stars zu Gast bei Senta Berger“ oder „Stars von Morgen“.






