Kelten
Spektakuläre Funde wie das Fürstengrab vom Glauberg haben in den letzten Jahren für einen regelrechten Keltenboom gesorgt. Keltenausstellungen und nachgebaute Keltendörfer sind gefragte Touristenmagnete. Gerade, dass die Wissenschaftler zugeben müssen, so wenig über diese frühen Europäer zu wissen, scheint die Phantasie des Publikums anzuregen.
Denn die Informationen über die Kelten sind bruchstückhaft und widersprüchlich. Makabre Schädel- und Knochenfunde deuten darauf hin, dass sie grausame Menschenopfer dargebracht haben. Oder waren es vielleicht nur bizarre Rituale, mit denen sie die gefallenen Kämpfer ehrten?
Aus Eisen schmiedeten die Kelten das zweischneidige Schwert, das selbst die Römer fürchteten, die sie als wilde, unberechenbare Barbaren beschrieben. Aber sie formten auch feinsten Goldschmuck und webten raffinierte Stoffe, die sie bis hinunter ans Mittelmeer verkauften. Waren die Kelten eher wilde Kerle oder mehr Feingeister?
Vermutlich standen sie an der Schwelle zur Hochkultur - bevor ihnen die Truppen Julius Cäsars den Untergang bereiteten.
Erstausstrahlung am 30.11.2011




