Jagd – grausam oder ökologisch notwendig?
Rund 350.000 Hobbyjäger soll es in Deutschland geben, in Frankreich wird ihre Zahl sogar auf 1,4 Millionen geschätzt. Was für sie Naturerlebnis und sportliche Leidenschaft bedeutet, sehen Kritiker als Tierquälerei. „Aus unserer Sicht ist es im 21. Jahrhundert nicht mehr gerechtfertigt, nur zu seinem Vergnügen einfach Tiere abzuschießen“, sagt James Brückner vom Deutschen Tierschutzbund.
Dörthe Eickelber und Pierre Girard gehen deshalb in dieser Sendung der Frage nach, ob die Jagd wirklich ein grausames Vergnügen ist oder wichtig fürs ökologische Gleichgewicht. Sie betrachten dabei problematische Auswüchse der Jagd wie die Zunahme verantwortungsloser Wilderei und die Treib- oder Drückjagden, bei denen die Tiere unter erheblichen Stress gesetzt und oft auch nicht richtig getroffen werden. Sie stellen sich die Frage nach den natürlichen Jägern wie Wolf, Bär oder Luchs, die in den meisten Wäldern nicht mehr oder kaum noch vorkommen. Und sie zeigen, was ein Stadtjäger eigentlich macht.
Pierre geht sogar selbst auf die Jagd. Er begleitet den erfahrenen Schützen Moritz Ritler im idyllischen Schweizer Lötschental auf der Pirschjagd nach einem Steinbock. Sie finden das Tier und… – was dann passiert, wird nicht verraten.
Und auch ob die Vegetarierin Dörte sich am Ende mit dem Thema Jagd aussöhnt, muss der Zuschauer selbst herausfinden.
Erstausstrahlung am 29.11.2011




