Epigenetik - Wenn Essen auf die Gene schlägt
Der neue Forschungszweig Epigenetik räumt mit der alten Vorstellung auf, dass Gene unveränderlich sind- vielmehr sind sie beeinflussbar und wir selbst können sie durch unseren Lebensstil, wie etwa die Ernährung, an- oder ausschalten.
Das menschliche Erbgut: etwa 25.000 Gene, ein etwa zwei Meter langer Faden aus Desoxyribonukeinsäure (DNS). Diese Moleküle gelten als Bauplan des (menschlichen) Körpers. Aktuelle Forschungen zeigen nun, dass sich auf dieser DNS chemische „Anhängsel“ befinden, die unsere Gene, wie Schalter, an- oder ausschalten können.
Diese Schalter können durch äußere Einflüsse, wie beispielsweise die Ernährung, weit einfacher beeinflußt werden als die eigentlichen Gene. Die größte Überraschung für die Wissenschaftler ist aber, dass diese Informationen sogar von Eltern auf ihre Kinder weitergegeben, also vererbt werden können.
Der holländische Hungerwinter im Zweiten Weltkrieg ist ein Beispiel dafür, dass Hungersnöte auch für die folgenden Generationen genetische und gesundheitliche Folgen haben können. Außerdem wurden die Forscher auf die negativen Auswirkungen von Umweltgiften, wie beispielsweise das in Kunststoffverpackungen enhaltene Bisphenol A, aufmerkam.

Erstausstrahlung am 07.10.2011




