Tzimon Barto - Mein Chopin
A Movie by Andreas Morell
Frédéric Chopin war das Genie der Spezialisierung, was Klavierkompositionen betrifft. Vielkönner Tzimon Barto, dessen Repertoire von Bach bis zur zeitgenössischen Musik reicht, fühlt sich speziell zu Chopin hingezogen. Dessen
„24 Préludes“ stellt er in enge Beziehung zu seinem eigenen Wesen.
Tzimon Barto ist derzeit eine der ungewöhnlichsten Persönlichkeiten am Piano: Der US-Amerikaner spricht fünf Sprachen fließend (darunter Deutsch), liest Hebräisch, Altgriechisch und Latein, lernt gerade Mandarin, schreibt an einem Buch mit über 3.000 Gedichten und Prosastücken, könnte dank Bodybuilding seinen Flügel vermutlich locker schultern – ach ja, und spielt Klavier auf Weltniveau. Der Chopin-Fan ist ein Mann der Gegensätze: Er tritt auf den berühmtesten Konzertbühnen der Welt auf, lebt aber zurückgezogen in Eustis, einer Kleinstadt in Florida. Er ist begeistert, dass es im alten Europa Fernsehsender gibt, die Klassikliebhabern einen Chopin-Schwerpunkt bieten können:
„Ein Chopin-Schwerpunkt wäre in den USA nicht möglich. Die Leute wollen hier nur sehen, was sie schon kennen – und sie kennen Chopin nicht. Deshalb sind solche Filme so wichtig, da sie immer eine neue Perspektive bringen, besonders wenn sie von einem Fremden kommt. Ich bin 1963 geboren und habe ein anderes Verhältnis zu Chopin als viele, die vor mir gespielt haben. Es gibt ein wunderschönes Zitat von Ezra Pound, dem großen amerikanischen Dichter: ‚Make it new.’ Das heißt nicht: ‚Zerstöre es.’ Das Heißt: ‚Nimm, was schon da ist und mache es neu.’ Aber das kann nur überzeugend gelingen, wenn man die Tradition kennt und gleichzeitig die moderne Zeit liebt. Aus diesem Grund müssen wir auch im Fernsehen die Sensibilität für große Kunst kultivieren und weitergeben, denn es sind unsere Ideale, die uns von den Tieren trennen. Die Kunst ist für mich neben der Religion das einzige Ideal – Kunst ist meine Religion.“
Music
One particular strength of AVE is classical music production. The spectrum of our productions ranges from large classical music galas for an audience of millions to classical concert recordings to sensitive and concise artist portraits. We repeatedly meet the challenge of bring-ing the fascination of music and our high level of respect for great artists to our viewers with a contemporary interpretation. There is a high degree of affinity between AVE and the young generation of artists who in the last few years in particular have been very successful in con-quering the international stage.
In the last few years, AVE in particular has produced high-quality series of documentaries about "young artistes" (including the violinist Lisa Batiashvili, the drummer Martin Grubinger or the dancer Katja Wünsche), the artists in residence at the Mecklenburg-West Pomerania Festival (including the violinist Julia Fischer, the cellist Daniel Müller-Schott or the violinist Viviane Hagner), great maestros such as Gidon Kremer or Mstislav Rostropovich and their interaction with young musicians or the series of documentaries on "Abenteuer Klassik" ("Classical Music Adventures") for a young audience with the Federal Youth Orchestra. These are supplemented by individual documentaries, individual concert recordings as well as classical music gala events.







