Biografies
Die biographische Reihe "Mein Leben" portraitiert für den Kulturkanal Arte bedeutende zeitgenössische Persönlichkeiten aus so unterschiedlichen Bereichen wie Kultur, Gesellschaft, Sport und Wirtschaft.
Die Autoren werfen einen Blick hinter die Fassaden prominenter Familien und dokumentieren das mitunter turbulente Innenleben bekannter Vereine.
"Mein Leben" verzichtet auf eine Darstellung aus fremder Sicht. Die Portraitierten selbst berichten an jenem Ort, der für ihren Lebensweg bestimmend ist, von ihrer Karriere. Die entscheidenden Impulse für ihren Werdegang werden also aus der ganz persönlichen Innensicht dargestellt. Sorgfältig einmontierte Archivmaterialien ergänzen diese Selbstzeugnisse.
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Jim Rakete - Mein Leben - ma vie
Erstausstrahlung am 10.02.2008 um 18:15 Uhr,
Wiederholungen am 02.01.2011 um 16.30 Uhr,
am 08.01.2011 um 06:45 Uhr,
am 17.01.2011 um 10:00 Uhr.
Er zählt zu den bekanntesten Fotografen Deutschlands und sein Name ist Programm.: Jim Rakete ist ein Star- Fotograf, der selbst ein Star ist.
„Ich bin kein Sammler, ich bin Jäger“ sagt er selbst über seine Kunst den „ wahren Moment“ einer Begegnung in seinen Bildern festzuhalten. Schnelles arbeiten und entscheiden gehören zu seinen Markenzeichen.
Mit seinen puren schwarz/ weiß Portraits hat er seit Anfang der 80er Jahre zunächst zahlreichen Musikern zu einem neuen Image verholfen. Auch Politiker, Schauspieler und Künstler schätzen es von ihm portraitiert zu werden, obwohl es ihm nie um eine vordergründige Schönheit geht, sondern um das, was sich hinter der Oberfläche verbirgt.
Alle manipulierenden Möglichkeiten, die die moderne Digitalfotografie bietet, lehnt er ab. Seine Leidenschaft gilt den alten Kameras, „ die noch Klick machen“ , und die er seit Jahrzehnten sammelt. Eine aussterbende Spezies, von der er sich wohl bald verabschieden muss, weil er jetzt schon Schwierigkeiten hat noch richtige Filme oder Fotopapier zu bekommen.
Für eine anstehende Retrospektive in der Berliner Galerie „ Camera Work“, hat er sich noch einmal auf Spurensuche begeben.: Um herauszufinden welche Wahrheiten in der klassischen Fotografie liegen, und was sie ihm selbst in all den Jahrzehnten gegeben hat, hat er zahlreiche prominente Freunde vor seine alte Plattenkamera gebeten, die fast so alt ist, wie er selbst.
Der 1951 in Berlin geborene Rakete war schon als 17-jähriger als Fotoreporter für die „ Berliner Tageszeitung“ tätig. Später machte er sich als Musikmanager von Nina Hagen, Nena und vielen anderen deutschen Bands einen Namen, bevor er sich wieder ganz seiner großen Leidenschaft der Fotografie widmete.
Er fotografierte Weltstars wie David Bowie, Ray Charles, Jimmy Hendrix und Mick Jagger.
Sein größtes Talent lag aber immer auch in der „ Talentfrüherkennung“. Schauspieler, Sänger oder Filmemacher hat er bereits entdeckt, bevor diese ihren großen Durchbruch erlebten.
In seinen Aufnahmen spiegelt sich fast immer eine große Nähe und Vertrautheit zu den Portraitierten Personen. Jim Rakete ist in seinen Bildern spürbar.
Während der Fotosessions für seine neue Ausstellung ließ er sich für dieses Arte- Portrait über die Schulter schauen.
Sowohl beim Besuch des deutschen Außenministers Frank Walter Steinmeier, beim Setbesuch des Star Fotografen Peter Lindbergh als auch bei allen anderen Begegnungen mit erfolgreichen Schauspielern oder Künstlern ging es sehr persönlich zu. Überall wurde Jim Rakete als guter Freund empfangen.
Der Film gewährt dem Zuschauer eine intimen Einblick in die Arbeit eines Star-Fotografen ohne Star- Allüren. Er begleitet ihn auf einer „ letzten Reise“ mit seinen alten Kameras die ihn Jahrzehnte lang begleitet haben und von denen er sich bald verabschieden muss, weil das digitale Zeitalter sie eingeholt hat.
Ein gutes Bild wird nicht von einer Kamera gemacht, sondern von dem, der dahinter steht. Mit diesem Bewusstsein blickt Jim Rakete daher nicht nur mit Wehmut auf ein nun abgeschlossenes Kapitel der analogen Fotografie zurück.

Eine Produktion von Macroscope Film




