STANDORT D - Teil 2: Made in Germany
Eine Dokumentation in zwei Teilen
von Sigrun Matthiesen und Michael Richter
Aus Deutschland wandert die Arbeit ab. Tausende Stellen werden jährlich gestrichen. Und dies soll erst der Anfang einer großen Verlagerungsbewegung in den (Fernen) Osten sein. Seit Jahren streiten Politiker und Experten über die Ursachen stagnierender Konjunktur und wachsender Arbeitslosenzahlen. Inzwischen hat sich das Gefühl verbreitet, dass Deutschland der „kranke Mann Europas“ ist. Vor allem in Deutschland selbst. Dabei gibt es viele ermutigende Zeichen dafür, dass die Deutschen besser sind als ihr Ruf. Mit großem Erfindergeist und großer Energie erkämpfen und erhalten deutsche Unternehmen in zahlreichen Branchen führende Positionen, treiben Innovationen voran. Die Dokumentationen führen den Zuschauer auf eine äußerst spannende Reise durch den Standort Deutschland, zeigen die neuesten und wichtigsten Herausforderungen für die Menschen und die Wirtschaft in Deutschland.
Der zweite Teil mit dem Titel „Made in Germany“ beschäftigt sich mit den Stärken des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Innovation, Flexibilität oder Kundennähe sind keine Erfindungen amerikanischer Managementberater sondern Tugenden, die von erfolgreichen deutschen Unternehmen seit jeher gepflegt werden. Der Ausbildungsstand in Deutschland ist nach wie vor weit überdurchschnittlich, der Markt in der Mitte Europas sehr kaufkräftig. So ist es folgerichtig, dass sich das chinesische Telekommunikationsunternehmen „HUAWEI“ vor kurzem mit einer ersten Niederlassung in Frankfurt am Main etabliert hat, um den deutschen Markt zu erobern. Mit Erfolg: Aus zehn Mitarbeitern sind innerhalb von wenigen Monaten über 80 geworden. Auch AMD, der US-amerikanische Chiphersteller, nutzt die Qualität deutscher Ingenieure, um von Dresden aus den Weltmarkt mit seinen Chipprodukten zu beliefern. 20 % der Weltproduktion stammen inzwischen aus Sachsen, das sich innerhalb von zehn Jahren zu einem der wichtigsten Standorte der Halbleiterindustrie weltweit entwickelt hat. Ähnliche Erfolge können auch kleine Nischenanbieter wie der Mikrofonhersteller „Neumann“ oder „global player“ wie PUMA oder BASF vermelden. All diese Unternehmen haben es verstanden, ihre Position in einer globalisierten Wirtschaft mit ihren immer kürzeren Innovationszyklen zu behaupten oder sich sogar völlig neu zu erfinden.
Die Dokumentation „Standort Deutschland“ bietet ein differenziertes Bild deutscher Wirklichkeit jenseits düsterer Klischees und naiver Durchhalteparolen.
Erstausstrahlung:
20.10.2005, 20:15, 3 Sat
Wiederholungen:
17.11.2005, 20:15, Phoenix
18.11.2005, 07:30, Phoenix
18.11.2005, 14:00, Phoenix
Gefeierter Unternehmer aus Deutschland:
PUMA-Boss Jochen Zeitz
Innovation bei BASF: Forschung auf dem Gebiet
der Biotechnologie.
Dokumentationen
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