zitat

Der 9. November - Die Mauer ist weg

BR-alpha Di 10.11.09, 14:15 Uhr

Ein Film von Dubravka Petrak


Am 9. November 1989 fiel die Mauer. Zum ersten Mal seit 28 Jahren durften die DDR-Bürger ungehindert in den Westen reisen. An den Grenzübergängen fielen sich fremde Menschen in die Arme und weinten. Spontan erklärte der damalige Regierende Bürgermeister von Berlin: „Wir Deutsche sind heute das glücklichste Volk der Erde.“ So war die Grenzöffnung von der SED-Führung weder gewollt, noch geplant gewesen. DDR-Regierungssprecher Günter Schabowski sollte nur ein neues Reisegesetz verkünden. Doch durch seine Äußerung, das Reisegesetz gelte "ab sofort", wurde eine Lawine losgetreten, die das Ende der DDR einleitete.


Dies war der Schlusspunkt einer Bewegung, die mit der Massenflucht von DDR-Bürgern und der Grenzöffnung Ungarns nach Österreich im Sommer 1989 begann. Der Eiserne Vorhang bekam zum ersten Mal ein Loch. Damit geriet das Sicherheitskonzept der bis dahin abgeschotteten DDR ins Wanken. Zu Hause formierte sich derweil der Zorn gegen die eigene Regierung, die jede Reform ablehnte. Im Oktober 1989 gingen Hunderttausende für Freiheit und Demokratie auf die Straße. Die Leipziger Friedensdemonstrationen wurden zum Vorbild für Protestbewegung im ganzen Land. Als Honecker-Nachfolger Egon Krenz den Menschen schließlich die politische „Wende“ versprach, war es bereits zu spät. Die Staatsmacht hatte ihre Glaubwürdigkeit verspielt. In der Nacht vom 9. auf den 10. November musste die DDR-Führung dem Druck ihrer Bürger nachgeben.


Die Dokumentation „9. November 1989 – die Mauer ist weg“ lässt die Ereignisse von damals wieder aufleben. Angefangen bei den Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR Anfang Oktober 1989 untersucht der Film die genauen Umstände und politischen Entscheidungsprozesse, die zur Maueröffnung geführt haben. Was trieb die Menschen zu Hunderttausenden auf die Straße? Was spielte sich in den Hinterzimmern des Partei- und Staatsapparat der DDR ab? Wie reagierten die Regierungen in Bonn und Moskau? In der Dokumentation erzählen Beteiligte - Regierungsvertreter aus Ost und West, Angehörige des DDR-Machtapparats, Bürgerrechtler und Demonstranten - ihre Geschichte des 9. November 1989. Mit ihren Aussagen und Originalbildern von damals rekonstruiert der Film das Ende der gewaltsamen Trennung zwischen Ost- und Westdeutschland: Den Fall der Mauer.


Erstausstrahlung:
02.11.2004, 21:20, BR

Wiederholungen:
03.11.2004, 02:10, BR
09.11.2004, 20:15, Phoenix
10.11.2004, 07:30, Phoenix
10.11.2004, 14:00, Phoenix
07.11.2005, 19:15, Phoenix
10.11.2005, 08:15, Phoenix
13.11.2005, 13:00, Phoenix
09.11.2009, 02:00, BR
09.11.2009, 23:30, BR-alpha
10.11.2009, 14:15, BR-alpha

Dokumentationen

Geschichten spannend erzählen, Menschen nahe kommen, das Besondere im normalen zeigen und Kompliziertes verständlich machen – das leisten die Dokumentationen und Reportagen, die die AVE seit beinah drei Jahrzehnten für die öffentlich-rechtlichen und die privaten Sender produziert.

Erstklassige Autoren, hochwertige Bilder und anspruchsvolle Themen sind die Grundlage aller unserer Filme. Das Themenspektrum reicht dabei von Kultur über Gesellschaft bis hin zur Politik.

So liefert die AVE immer wieder anspruchsvolle Porträts über interessanten Persönlichkeiten für die Sendereihe „Mein Leben - Ma vie“, erzählt packende Geschichten direkten aus dem Leben für 37 Grad(ZDF), die story (WDR), 3sat oder erstellt scharfe politische Analysen für ARD und ZDF.    

Sendungsarchiv

« Mai - 2012 »
MoDiMiDoFrSaSo
 010203040506
07080910111213
1415
16
171920
21222324252627
28293031