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Biografien

Die biographische Reihe "Mein Leben" portraitiert für den Kulturkanal Arte bedeutende zeitgenössische Persönlichkeiten aus so unterschiedlichen Bereichen wie Kultur, Gesellschaft, Sport und Wirtschaft.

Die Autoren werfen einen Blick hinter die Fassaden prominenter Familien und dokumentieren das mitunter turbulente Innenleben bekannter Vereine.

"Mein Leben" verzichtet auf eine Darstellung aus fremder Sicht. Die Portraitierten selbst berichten an jenem Ort, der für ihren Lebensweg bestimmend ist, von ihrer Karriere. Die entscheidenden Impulse für ihren Werdegang werden also aus der ganz persönlichen Innensicht dargestellt. Sorgfältig einmontierte Archivmaterialien ergänzen diese Selbstzeugnisse.  

Weitere Filme aus der Reihe Biografien finden Sie im Archiv

Sebastian Koch - Mein Leben - ma vie

ARTE Sa 04.02.06, 17:45 Uhr

Viele kannten sein Gesicht – aber seinen Namen merken sich viele erst seit dem Film „Stauffenberg“ im Jahr 2004. Dabei ist der deutsche Schauspieler Sebastian Koch seit Ende der 80er Jahre in zahllosen deutschen und französischen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen gewesen. Zuletzt hatte er großen Erfolg in der Hauptrolle des Fernseh-Dreiteilers „Speer und Er“, in der er Hitlers Lieblingsarchitekten und treuen Gefolgsmann Albert Speer verkörperte. Seitdem gilt Koch als „der neue Charakterdarsteller“ Deutschlands.

„Ich ‚verschwinde’ sozusagen in meinen Rollen, und sehe oft auch ganz anders aus, deshalb haben mich die Leute in vielen Filmen gar nicht erkannt. Aber ich empfinde das für einen Schauspieler eigentlich als Kompliment“, sagt der 43jährige. Angefangen hat er vor 20 Jahren im Staatstheater Darmstadt. „Vor der Welt des Theaters hatte ich eine enorme Ehrfurcht. Ich war ja nicht in eine Schauspielerfamilie hineingeboren wie andere.“ Als Mitglied des Darmstädter Ensembles hatte er von Anfang an viel zu tun: bis zu 26 Vorstellungen monatlich. „Allerdings war die Theatergage immer sehr dürftig. Deshalb habe ich nebenbei kleine Rollen in Fernsehserien übernommen, um mich über Wasser zu halten.“ Doch schnell sind die großen Regisseure auf den Darsteller aufmerksam geworden. „Mein erster richtiger Film war dann ein französischer Kinofilm unter der Regie von René Allio: „Transit“ nach dem Roman von Anna Seghers. Das war 1990.“ Seitdem hat er in Frankreich jedes Jahr einen Film gedreht, zuletzt mit Catherine Deneuve „Marie und Freud“. Aber seine Basis ist nach wie vor in Deutschland.

Um sich für seine Rollen vorzubereiten, fährt der gebürtige Stuttgarter, der heute in Berlin lebt, nach Mecklenburg-Vorpommern in ein kleines abgeschiedenes Seehotel. Hier hat er die nötige Ruhe, hier steht ein Klavier, hier kann er stundenlange Spaziergänge machen oder Fahrrad fahren. „Ma vie / Mein Leben“ hat ihn dort hin begleitet, ist außerdem mit ihm zu seinem persönlichen „Ort der vielen ersten Male“ gefahren: nach Darmstadt.    

Eine Produktion von Macroscope Film

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