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Biografien

Die biographische Reihe "Mein Leben" portraitiert für den Kulturkanal Arte bedeutende zeitgenössische Persönlichkeiten aus so unterschiedlichen Bereichen wie Kultur, Gesellschaft, Sport und Wirtschaft.

Die Autoren werfen einen Blick hinter die Fassaden prominenter Familien und dokumentieren das mitunter turbulente Innenleben bekannter Vereine.

"Mein Leben" verzichtet auf eine Darstellung aus fremder Sicht. Die Portraitierten selbst berichten an jenem Ort, der für ihren Lebensweg bestimmend ist, von ihrer Karriere. Die entscheidenden Impulse für ihren Werdegang werden also aus der ganz persönlichen Innensicht dargestellt. Sorgfältig einmontierte Archivmaterialien ergänzen diese Selbstzeugnisse.  

Weitere Filme aus der Reihe Biografien finden Sie im Archiv

Peter Zadek - Mein Leben - ma vie

ARTE Sa 27.10.07, 17:30 Uhr

„Enfant terrible“, „Skandalregisseur“ aber auch das „ Größte Talent des deutschen Theaters“ hat man ihn genannt , den Regisseur Peter Zadek. Doch jede Form der Etikettierung ist ihm ein Graus. „ My Way“ nennt er seinen Stil und so lautet auch der Titel seiner Autobiographie. Sein Leben lang sieht er sich in der Rolle des Outsiders.

Seinen ganz persönlichen Weg ist der mittlerweile 81jährige immer kompromisslos gegangen und wurde so zum bekanntesten Theaterregisseur Deutschlands. Inzwischen gilt er in ganz Europa als Legende.

Peter Zadek hat sich nie als Skandalregisseur gesehen, auch wenn seine Karriere voll davon ist. Es ging ihm immer darum Grenzen zu durchbrechen und neue Wege beschreiten, egal die Kritik und das Publikum ihn dafür liebten oder auch hassten.

1933 emigriert der Sohn einer gutbürgerlichen jüdischen Familie nach London. Er wächst in England auf und lernt dort das Handwerk des Theaters. Erst spät, mit über dreissig kehrt er in seine Heimat zurück, um hier eine einzigartige Karriere zu machen. 

In den Sechzigern prägt er den„ Bremer Stil“ und macht das Bremer Theater berühmt. Er trifft den jungen Peter Stein und den Schauspieler Ulrich Wildgruber, der fortan zum gefeierten Hauptdarsteller zahlreicher seiner Inszenierungen wird. Zadek feiert einen Erfolg nach einem anderen.

Er wird Intendant in Bochum, wechselt dann 1985 an das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. Seit 1990 arbeitete er als freier Regisseur und inszeniert an den renomiertesten deutschsprachigen Bühnen, wie dem Berliner Ensemble, dem Wiener Burgtheater oder dem Thalia Theater Hamburg. Immer dabei, seine Schauspielerfamilie um Eva Mattes, Susanne Lothar oder Angela Winkler.

Der Jude Zadek musste sich in seinen Inszenierungen u.a. auch dem „Kaufmann von Venedig“ immer wieder Antisemitismus vorwerfen lassen.  Die jüdische Figur wurden zu negativ darstellt. Ich darf das, sagte er dazu nur. Philosemitismus ist ihm ein Graus.

Jean Boué trifft Peter Zadek an seinen Wohnort in Hamburg, wo er mit der Schriftstellerin Elisabeth Plessen lebt. Zadek zeigt seinen liebsten Arbeitsplatz, sein Bett, er nimmt das Filmteam mit ins Theater und lässt sichbegleiten  bei der Suche nach einem Neuwagen, im gehobenen Preissegment. 

Eine Produktion von Macroscope Film

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