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Biografien

Die biographische Reihe "Mein Leben" portraitiert für den Kulturkanal Arte bedeutende zeitgenössische Persönlichkeiten aus so unterschiedlichen Bereichen wie Kultur, Gesellschaft, Sport und Wirtschaft.

Die Autoren werfen einen Blick hinter die Fassaden prominenter Familien und dokumentieren das mitunter turbulente Innenleben bekannter Vereine.

"Mein Leben" verzichtet auf eine Darstellung aus fremder Sicht. Die Portraitierten selbst berichten an jenem Ort, der für ihren Lebensweg bestimmend ist, von ihrer Karriere. Die entscheidenden Impulse für ihren Werdegang werden also aus der ganz persönlichen Innensicht dargestellt. Sorgfältig einmontierte Archivmaterialien ergänzen diese Selbstzeugnisse.  

Weitere Filme aus der Reihe Biografien finden Sie im Archiv

Max Raabe - Mein Leben - ma vie

ARTE Sa 02.01.10, 06:45 Uhr

Er wirkt wie ein Mann, der aus der Zeit gefallen ist: Der Sänger Max Raabe verführt sein Publikum mit seiner Musik zu einer Zeitreise in die Weimarer Republik und lässt die goldenen 20er Jahre wiederauferstehen. Mittlerweile hat er es damit zum Weltruhm gebracht.

Durch Japan, China und die USA ist er mit seinem 12-köpfigen  Palast Orchester  schon mehrfach getourt und hat dort die größten Konzertsäle gefüllt. Ein Höhepunkt seiner Karriere ist ein Konzert in der Carnegie Hall in New York im November 2007,  wo ihn 2800 Zuschauer mit Standig Ovations feiern.

Vor mehr als 20 Jahren gründet der damalige Musikstudent Max Raabe sein Palast Orchester mit dem er in Kneipen und auf Familienfeiern auftritt um seine Haushaltskasse aufzubessern.

Seine Idee ist einfach und trifft auf eine Marktlücke.: Zu dieser Zeit gibt es kein Orchester, dass das Repertoire von Lieder aus den 20er und 30er Jahren in den Originalarrangements spielt. Der staatlich geprüfte Opernsänger (Bariton) entscheidet sich für die leichte Muse und wird, wie er sich selbst bezeichnet, „ Unterhaltungskünstler“.
1992 schreibt er seinen ersten Hit: „ Kein Schwein ruft mich an,  sein großer Durchbruch, mit dem er in den Charts landet. Fortan werden die Bühnen größer und das Repertoire das Palast Orchesters wächst.

Max Raabe wird 1962 als Sohn einer Bauernfamilie in Lünen/ Westfalen geboren. Im Kinderkirchenchor seiner Heimatgemeinde und in der Kantorei seiner Schule, einem katholischen Internat, sammelt er erst musikalische Erfahrungen.


Hier begegnet er seinen besten Jugendfreund, dem Pianisten Christoph Israel, mit dem er bis heute Gesangsprogramme schreibt und auf Tournee geht.

Nach dem Abitur geht Raabe nach Berlin, wo er privaten Gesangsunterricht nimmt, den er sich durch Gelegenheitsjobs finanziert. Obwohl er sehr wenig Geld hat, legt er großen Wert auf gepflegte Kleidung im Stil der 20er Jahre, die er in 2nd Hand Läden kauft.

„ Zuhause ist niemand daran Schuld, dass ich mich für die Musik dieser Zeit interessiere“, sagt er. Eine alte Schellack Platte, die er im Plattenschrank der Eltern gefunden hat, war der Auslöser.
„Der Erfolg hat ihn nicht verändert“ sagt sein Jugendfreund Christoph Israel. Auch privat ist Max Raabe nicht weit von seiner Bühnenfigur im perfekt sitzenden Frack entfernt. Für seinen Kleidungsstil wird er von einer Männerzeitschrift in 2007 als einer der best angezogenen Männer Deutschlands gewählt.

Auch seine Nachbarin, die „ 2raumwohnung“ Sängerin Inga Humpe bestätigt ihm eine Stilvolle Bescheidenheit.
Seine katholische Prägung sei wohl daran Schuld, dass er Demut und Dankbarkeit für das empfindet, was er durch seinen Erfolg erleben darf, meint Max Raabe, der sich für diesen Film von Claudia Müller nach New York in die Carnegie Hall begleiten ließ. Das Arte Team reiste mit ihm auch zu einer Konzertreise nach Sylt, wo er als kleiner Junge seine Ferien verbrachte. Entspannende Momente in der Hängematte oder beim Kanu fahren in Potsdam fügen sich auch stilecht in das Bild eines Mannes, der nichts dem Zufall überlässt. 

Erstsendung:
07.09.2008, 18:15 Uhr, ARTE

Wiederholungen:
13.09.2008, 06:45 Uhr, ARTE
22.02.2009, 09:45 Uhr, Phoenix
26.12.2009, 18:10 Uhr, ARTE
02.01.2010, 06:45 Uhr, ARTE


Eine Produktion von Macroscope Film

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