Biografien
Die biographische Reihe "Mein Leben" portraitiert für den Kulturkanal Arte bedeutende zeitgenössische Persönlichkeiten aus so unterschiedlichen Bereichen wie Kultur, Gesellschaft, Sport und Wirtschaft.
Die Autoren werfen einen Blick hinter die Fassaden prominenter Familien und dokumentieren das mitunter turbulente Innenleben bekannter Vereine.
"Mein Leben" verzichtet auf eine Darstellung aus fremder Sicht. Die Portraitierten selbst berichten an jenem Ort, der für ihren Lebensweg bestimmend ist, von ihrer Karriere. Die entscheidenden Impulse für ihren Werdegang werden also aus der ganz persönlichen Innensicht dargestellt. Sorgfältig einmontierte Archivmaterialien ergänzen diese Selbstzeugnisse.
Bettina Rheims - Mein Leben - ma vie
"Chambre Close" heißt der Bilderzyklus, der die Fotografin Bettina Rheims weltberühmt machte. Ihre Kunst hat die 1952 geborene Französin der Schönheit und den Frauen verschrieben. Sie nimmt gängige Klischees der Pin Up-Fotografie auf und verwandelt sie in atmosphärische Porträts individueller Persönlichkeiten.
Gero von Boehm besuchte die sehr zurückgezogen lebende Fotografin in ihrem Pariser Atelier und durfte sie bei ihrer Arbeit beobachten, so bei Fotoaufnahmen mit der Schauspielerin Anna Thomson, bekannt aus Filmen wie "Sue" und "Fiona"."Chambre Close" heißt der Bilderzyklus, der die Fotografin Bettina Rheims weltberühmt machte. Erotische Fotografien von Frauen, die in Pariser Hotelzimmern selbstbewusst vor einem imaginären Voyeur posieren. Rheims zeigt die Frauen in aufreizenden Posen. Ihre Modelle strahlen Selbstbewusstsein aus - das Wissen um die eigene Attraktivität, ohne bloße Projektion männlicher Fantasien zu sein. Bettina Rheims hat ihre Kunst der Schönheit und den Frauen verschrieben. Sie nimmt gängige Klischees der Pin Up-Fotografie auf und verwandelt sie in atmosphärische Porträts individueller Persönlichkeiten. Ihr Stil wurde millionenfach kopiert und sie selbst gilt als wichtigste Fotografin weiblicher Akte, ihre Bilder erscheinen in allen großen Magazinen und ihre Ausstellungen ziehen weltweit tausende Besucher an.
Bettina Rheims, 1952 als Tochter des Kunstauktionators Maurice Rheims in Paris geboren, beginnt ihre Karriere als Fotomodell und Schauspielerin. Doch bald entdeckt sie ihre wahre Leidenschaft: die Fotografie. Schon als Kind spielt sie am liebsten mit ihren Barbiepuppen, die sie verkleidet, schminkt und in Szene setzt. Jetzt sucht sie sich ihre Modelle auf der Straße: Stripperinnen, Models oder Künstlerinnen und porträtiert sie. Mal obszön, mal unschuldig, doch immer offensichtlich inszeniert. Inzwischen reißen sich die Stars um ein Porträt von ihr. Ob Madonna, Charlotte Rampling, Catherine Deneuve oder Sharon Stone: Sie alle wollen sich einmal mit den Augen von Bettina Rheims sehen. Im April 2005 zeigte das Kunsthaus Wien eine große Retrospektive der Künstlerin. Die Ausstellung wanderte von dort aus weiter nach Düsseldorf, Brüssel, Rotterdam und Moskau. "Female Trouble" und "More Trouble" heißen bezeichnenderweise zwei ihrer Fotoreihen.
In "Bettina Rheims - Mein Leben" erzählt die Künstlerin, warum es ihr so viel Freude bereitet, ein "Troublemaker", wie sie sich selbst nennt, zu sein. Die sehr zurückgezogen lebende Mutter eines Sohnes gibt einen seltenen Einblick in ihr Privatleben. Zum ersten Mal öffnet sie die Türen zu ihrem Pariser Atelier, ihrem Heiligtum, das gespickt ist mit asiatischen Antiquitäten und afrikanischen Masken, und verrät ihre persönliche Auffassung von Schönheit. Die Dokumentation besucht mit ihr gemeinsam die große Retrospektive in Düsseldorf, gibt Einblick in ihre jüngste Fotoreihe "Icônes" und ist bei der Fotosession mit der amerikanischen Schauspielerin Anna Thomson dabei.
Eine Produktion von Macroscope Film




