Kelten
Spektakuläre Funde wie das Fürstengrab vom Glauberg haben in den letzten Jahren für einen regelrechten Keltenboom gesorgt. Keltenausstellungen und nachgebaute Keltendörfer sind gefragte Touristenmagnete. Gerade, dass die Wissenschaftler zugeben müssen, so wenig über diese frühen Europäer zu wissen, scheint die Phantasie des Publikums anzuregen.
Denn die Informationen über die Kelten sind bruchstückhaft und widersprüchlich. Makabre Schädel- und Knochenfunde deuten darauf hin, dass sie grausame Menschenopfer dargebracht haben. Oder waren es vielleicht nur bizarre Rituale, mit denen sie die gefallenen Kämpfer ehrten?
Aus Eisen schmiedeten die Kelten das zweischneidige Schwert, das selbst die Römer fürchteten, die sie als wilde, unberechenbare Barbaren beschrieben. Aber sie formten auch feinsten Goldschmuck und webten raffinierte Stoffe, die sie bis hinunter ans Mittelmeer verkauften. Waren die Kelten eher wilde Kerle oder mehr Feingeister?
Vermutlich standen sie an der Schwelle zur Hochkultur - bevor ihnen die Truppen Julius Cäsars den Untergang bereiteten.
Erstausstrahlung am 30.11.2011
X:enius
Informationen zur Sendereihe X:ENIUS
X:enius ist das neue Wissensmagazin auf ARTE, das von Montag bis Freitag jeweils um 8.25 Uhr, 13.00 Uhr und um 17.55 Uhr ausgestrahlt wird. Abwechslungsreich und spielerisch handelt es sich um Roadmovie, Schatzsuche und Wissenschaftssendung zugleich.
In 26 Minuten Sendezeit führt eine klare Fragestellung zu einem alltagsbezogenen Thema wie ein roter Faden durch die Sendung.
Das Wissensmobil räumt dem Moderatorenpaar auf ihrer Tour durch Europa die Flexibilität ein, Experten aufzusuchen, Naturphänomene direkt vor Ort zu beobachten und spielerische Experimente am Platz durchzuführen.
Informationen zu den Moderatoren
Dörthe Eickelberg
Jetzt-Moderatorin und Eigentlich-Regisseurin, hat mit dem Dokumentarfilm ihre Neugier zum Beruf erklärt. So suchte sie ganz Island nach Elfen ab (was schwierig ist, da diese unsichtbar sind) und diplomierte damit an der Filmakademie. Der Film lief auf Festivals von Amerika bis Zimbabwe, und Dörthe lief hinterher. Parallel arbeitete sie als Live- Moderatorin, und um sich weiter abzuhärten, ging sie nach Kanada und erzählte in der Öffentlichkeit Witze. Es folgten Deutschland-Touren mit Kabarettisten, Samstags-Auftritte in Berliner Improvisationstheatern und 4 Minuten WDR Poetry Slam. Als sie dann in Handarbeit die Internet-Satiren "Be Berliner!" bastelte, war sie von X:enius nur noch einen Mausklick entfernt.
Pierre Girard
ist der Franzose in der Xenius-Truppe. Der gebürtige Elsässer wollte schon als Kind Journalist werden und begeisterte sich vor allem für Wissenschafts- und Umweltthemen. Vier Jahre lang berichtete er über die Aktivitäten des Weltraumbahnhofs in Kourou, Französisch-Guyana. Seit 2006 arbeitet er als Korrespondent für französische Printmedien und Fernsehsender in Berlin. Auch im X:enius-Mobil ist er nie ohne die beiden typischen Attribute des Reporters - Notizblock und Kaffeetasse – zu sehen.






