Insekten als Fleischersatz
In Botswana werden Fliegen zu Brotteig verknetet, in Taiwan frittiert man Ameisen, und in vielen Ländern stehen Heuschrecken auf dem Speiseplan. In Europa dagegen gelten Insekten als eklig und für den Verzehr ungeeignet. Doch wenn es nach der FAO, der „Food and Agriculture Organization of the United Nations“, geht, müssen wir bald umdenken. Denn die Massentierhaltung von Schlachtvieh ist ökologisch und ethisch der falsche Weg – Insekten könnten die Menschheit wesentlich umweltverträglicher mit Eiweiß und Proteinen versorgen.
In der Xenius-Sendung „Insekten als Nahrung“ trifft das Moderatorenpärchen Dörthe und Pierre auf den Starkoch Frank Ochmann, der sich schon lange als Lobbyist für die Insektenküche einsetzt. Mit köstlichen gerösteten Schwarzkäferlarven und Heuschrecken im Schokoladenmantel macht er ganz handfest Werbung für die neue Ernährungsweise.
Außerdem erfahren wir, wie weit unsere holländischen Nachbarn schon mit der Forschung an Insekten als Lebensmitteln sind – und mit welchen praktischen und rechtlichen Problemen sich die Insektenzüchter herumschlagen müssen.
Als Pioniere des Insektenverzehrs kämpfen sie nicht nur mit den Vorbehalten der Konsumenten, sondern auch mit gesetzlichen Hürden.
Erstausstrahlung am 13.12.2011
X:enius
Informationen zur Sendereihe X:ENIUS
X:enius ist das neue Wissensmagazin auf ARTE, das von Montag bis Freitag jeweils um 8.25 Uhr, 13.00 Uhr und um 17.55 Uhr ausgestrahlt wird. Abwechslungsreich und spielerisch handelt es sich um Roadmovie, Schatzsuche und Wissenschaftssendung zugleich.
In 26 Minuten Sendezeit führt eine klare Fragestellung zu einem alltagsbezogenen Thema wie ein roter Faden durch die Sendung.
Das Wissensmobil räumt dem Moderatorenpaar auf ihrer Tour durch Europa die Flexibilität ein, Experten aufzusuchen, Naturphänomene direkt vor Ort zu beobachten und spielerische Experimente am Platz durchzuführen.
Informationen zu den Moderatoren
Dörthe Eickelberg
Jetzt-Moderatorin und Eigentlich-Regisseurin, hat mit dem Dokumentarfilm ihre Neugier zum Beruf erklärt. So suchte sie ganz Island nach Elfen ab (was schwierig ist, da diese unsichtbar sind) und diplomierte damit an der Filmakademie. Der Film lief auf Festivals von Amerika bis Zimbabwe, und Dörthe lief hinterher. Parallel arbeitete sie als Live- Moderatorin, und um sich weiter abzuhärten, ging sie nach Kanada und erzählte in der Öffentlichkeit Witze. Es folgten Deutschland-Touren mit Kabarettisten, Samstags-Auftritte in Berliner Improvisationstheatern und 4 Minuten WDR Poetry Slam. Als sie dann in Handarbeit die Internet-Satiren "Be Berliner!" bastelte, war sie von X:enius nur noch einen Mausklick entfernt.
Pierre Girard
ist der Franzose in der Xenius-Truppe. Der gebürtige Elsässer wollte schon als Kind Journalist werden und begeisterte sich vor allem für Wissenschafts- und Umweltthemen. Vier Jahre lang berichtete er über die Aktivitäten des Weltraumbahnhofs in Kourou, Französisch-Guyana. Seit 2006 arbeitet er als Korrespondent für französische Printmedien und Fernsehsender in Berlin. Auch im X:enius-Mobil ist er nie ohne die beiden typischen Attribute des Reporters - Notizblock und Kaffeetasse – zu sehen.






