Igor Levit – Mein Liszt
Ein Film von Andreas Morell
Der Pianist Igor Levit ist unablässig in Bewegung. Egal, ob er in Rekordgeschwindigkeit auf seinem Fahrrad durch Hannover rast, ohne Tempolimit mit seinen Händen auf der Tastatur gefühlte Kilometer zurücklegt, oder ob er im Gespräch von Witzen zur Kompositionsanalyse springt. Was Igor Levit an Liszt fasziniert: „Das Diabolische!“. Mit Liszt geht der Interpret an seine Grenzen und die will Igor Levit ausloten. Die schillernde Persönlichkeit und die gewaltige, ungezügelte und auch unheimliche Kraft hinter Liszts Virtuosität fordern den jungen Musiker in jeder Beziehung zu Höchstleistungen heraus.
Wohl nichts verbindet die heutigen Virtuosen noch so stark mit ihren Vorgängern aus dem 19. Jahrhundert (gerade mit Franz Liszt) wie der Reisestress, wobei heute natürlich der Radius der Tourneen größer, die Strapazen der Fortbewegung geringer geworden sind. Dennoch stellt es für den leicht hyperaktiven Levit eine Herausforderung dar, auf einer langen Zugfahrt mit Unterbrechungen von seinem Heimatort Hannover über Zürich und Bellagio zu einem Konzerttermin in Mailand und von dort weiter nach Rom für unsere Filmaufnahmen stillzusitzen. Er hat sich dennoch bereiterklärt, diese Herausforderung anzunehmen.

Erstausstrahlung
08.10.2011, 20.15, 3sat

Kamera
Tobias Albrecht
Olaf Aue
Licht
Thomas Schmidt
Benjamin Erdenberger
Ton
Andreas Koeppen
Niklas Schmincke
Tonmischung
Jörn Steinhoff
Schnitt
Uli Peschke
Sprecher
Anna Thalbach
Frank Arnold
Aufnahmeleitung
Beate Selchow
Chloé Tallon
Produktionsleitung
Linn Sackarnd
Producer
Bernhard von Hülsen
Redaktion 3sat
Birgit Lorbeer
Musik
Eine besondere Stärke der AVE liegt in der klassischen Musikproduktion. Die Bandbreite unserer Produktionen reicht von der großen Klassikgala für ein Millionenpublikum über klassische Konzertaufzeich-
nungen bis hin zu sensiblen und dichten Künstler-
portraits. Immer wieder stellen wir uns der Herausforderung, die Faszination der Musik und unsere hohe Achtung vor großen Künstlerpersönlichkeiten mit einer zeitgemäßen Umsetzung den Zuschauern nahe zu bringen. Eine hohe Affinität verbindet die AVE mit der jungen Künstlergeneration, die gerade in den letzten Jahren mit großem Erfolg die internationalen Podien für sich erobert hat.
In den letzten Jahren produzierte die AVE insbesondere hochwertige Dokumentationsreihen über „Junge Interpreten“ (u. a. mit der Geigerin Lisa Batiashvili, dem Schlagzeuger Martin Grubinger oder der Tänzerin Katja Wünsche), über die Artists in Residence bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpom-
mern (u. a. mit der Geigerin Julia Fischer, dem Cellisten Daniel Müller-Schott oder der Geigerin Viviane Hagner), über große Meister wie Gidon Kremer oder Mstislaw Rostropowitsch in der Interaktion mit jungen Musikern oder die Dokumentationsreihe „Abenteuer Klassik“ für ein junges Publikum mit dem Bundes-
jugendorchester. Dazu kommen Einzeldokumenta-
tionen (z. B. „Stark besaitet – Eine Liebeserklärung an die neuen Geigerinnen“), einzelne Konzertaufzeich-
nungen, wie „Monteverdi mit Rolando Villazón aus der Kathedrale von St. Denis“ sowie Klassikgala-Events, wie „Klassisch! Stars zu Gast bei Senta Berger“ oder „Stars von Morgen“.






